Biedesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Fehlbetrag der Ergebnisrechnung 2019 deutlich gesunken

Die langfristige Verschuldung ist in Biedesheim gesunken.
Die langfristige Verschuldung ist in Biedesheim gesunken.

Einstimmig hat der Biedesheimer Ortsgemeinderat am Donnerstag den Jahresabschluss 2019 festgestellt. Der Fehlbetrag in der Ergebnisrechnung hat sich demnach von 36.015 Euro auf 20.883 Euro verkleinert.

Grund sind unter anderem um 36.548 Euro höhere Gewerbesteuern und Einkommensteueranteile: Sie stiegen gegenüber der Planung von 489.200 Euro auf 525.748 Euro. Die Pachterlöse von Windkraftanlagen und die Einnahmen aus dem Gastronomiebetrieb im Bürgerhaus kletterten im Vergleich zum Ansatz von 75.450 Euro auf 78.484 Euro. Zudem konnte die Gemeinde Grundstücke verkaufen und erhielt statt kalkulierter 17.000 Euro 67.602 Euro.

Wie Regina Helf-Thiekötter aus der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Göllheim erläuterte, sanken darüber hinaus die Aufwendungen. So seien 82.809 Euro an Unterhaltskosten für Straßen und Gebäude angefallen (man war von 109.700 Euro ausgegangen), die Personalkosten fielen mit 61.413 Euro um 7537 Euro geringer aus als erwartet und es mussten rund 1700 Euro weniger Zinsen aufgebracht werden. Beträchtlich gestiegen allerdings seien die Aufwendungen für Sonderposten, kommunalen Finanzausgleich und die Resterschließung des Baugebietes Im Bangert III – Sonnenwinkel. Auch seien weniger Schlüsselzuweisungen geflossen.

Pro-Kopf-Verschuldung unterm Landesdurchschnitt

„Der Finanzhaushalt schließt mit einem Überschuss von 24.410 Euro ab und die langfristigen Investitionskredite vermindern sich um 7108 Euro auf 22.341 Euro“, so Helf-Thiekötter. Die Pro-Kopf-Verschuldung in der schrumpfenden Gemeinde, die nur noch 601 Einwohner hat (zwei Jahre zuvor waren es 628), liege bei 37,17 Euro. „In Ortschaften vergleichbarer Größe liegt der Landesdurchschnitt in Rheinland-Pfalz bei 345 Euro“, erläuterte die Fachfrau. Ebenfalls gesunken seien die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Aktuell betragen sie 428.765 Euro. Bürgermeister Holger Pradella betonte: „Das ist nur noch halb so viel wie vor zehn Jahren.“

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