Donnersbergkreis Fast jeder zweite Bürger im Kreis macht Briefwahl

Zeugen von der starken Tendenz zur Briefwahl: gefüllte Boxen mit Briefwahlstimmzetteln.
Zeugen von der starken Tendenz zur Briefwahl: gefüllte Boxen mit Briefwahlstimmzetteln.

Das ist fraglos ein neuer Rekord im Donnersbergkreis. Etwa 45 Prozent der Bürger haben sich entschlossen, ihre Stimmen für die Wahlen am Sonntag per Brief abzugeben.

Hatten bis Ende Februar etwa 2000 Bürger aus der Verbandsgemeinde Winnweiler die Briefwahl beantragt, so ist diese Zahl in den beiden Wochen vor der Wahl nochmal stark gestiegen: Fast 5000 der rund 10.200 Wahlberechtigten haben schon gewählt. Etwa die Hälfte der rund 9500 Wahlberechtigten in der Verbandsgemeinde Göllheim hat es zu Pandemiezeiten vorgezogen, ihre Stimmen am heimischen Tisch abzugeben und das Wahllokal zu meiden.

Wahllokale schließen um 18 Uhr

In der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land wurden 5900-mal Briefwahlunterlagen beantragt. Bei 14.100 Wahlberechtigten entspricht das einem Anteil von knapp 42 Prozent. Etwas mehr als 42 Prozent der Bürger haben in der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden die Briefwahl genutzt. In der VG Kibo, in der 15.400 Menschen dazu aufgerufen sind, ihre Stimmen nicht nur für den Landtag, sondern auch für einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin abzugeben, wurden 6530-mal Briefwahlunterlagen angefordert.

Insgesamt haben sich im Landtagswahlkreis 40, der neben dem Donnersbergkreis auch die ehemalige Verbandsgemeinde Hettenleidelheim (heute Teil der VG Leiningerland) umfasst, rund 45 Prozent der Bürger für Briefwahl entschieden. Das sind nahezu doppelt so viele wie bei der Landtagswahl vor fünf Jahren – und es entspricht fast zwei Dritteln der erwarteten Wahlbeteiligung. Dennoch öffnen die Wahllokale am Sonntag natürlich wie gehabt von 8 bis 18 Uhr. Dazu mussten sie mit Trennwänden, Spuckschutz und Desinfektionsmitteln Corona-konform hergerichtet werden.

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