Donnersbergkreis Fördergelder fließen wieder

Göllheim kommt wieder in den Genuss der Städtebauförderung. Bereits in diesem Jahr stehen rund 150.000 Euro Fördergelder zur Verfügung. Die Laufzeit des Programms beträgt zehn Jahre.
„Wir wollen die Chance, den alten Ortskern attraktiver zu gestalten, seitens der Gemeinde nutzen“, erklärte Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Zu den gemeindlichen Maßnahmen zählte er das Umfeld des Uhlschen Hauses. Insgesamt jedoch solle aber anders als bei der zurückliegenden Städtebauförderung, deren Schwerpunkt auf dem öffentlichen Bereich lag, diesmal der private Bereich im Vordergrund stehen, erläuterte der Fachbereichsleiter Ronald Zelt. Als Grundlage der Förderung dient ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept. Für die Überarbeitung des Rohentwurfs unter Beteiligung der Bürger wird ein Planungsbüro beauftragt. Die erforderlichen grundsätzlichen Beschlüsse sollen „zeitnah“ im September vom Gemeinderat gefaßt werden. „Hinsichtlich der privaten Investitionen sollten wir genau hinsehen“, sagte Doris Hartelt (Grüne). Gestaltungsmöglichkeiten könnten beispielsweise Bebauungspläne für den alten Ortskern bieten. 2019 feiert Göllheim sein 1200. Ortsjubiläum. Über das „grobe Konzept“ für das Festjahr, das im Kulturausschuss diskutiert wurde, informierte Hartmüller. Danach sollen auch im Jubiläumsjahr die traditionellen Hauptveranstaltungen im Mittelpunkt stehen – jedoch mit besonderen Akzenten. So könnte der Frühjahrsmarkt zum Beispiel als Mittelaltermarkt gestaltet werden. Für das Jubiläum wird noch ein Logo gesucht, das die Göllheimer Ortsfahne schmücken soll. Über das Festjahr hinaus solle aber auch „etwas Bleibendes“ geschaffen werden, sagte Hartmüller. Geplant sei die attraktivere Gestaltung des Königsgrabens in Verbindung mit einem Künstlersymposium. Von den Gestaltungsmöglichkeiten will sich der Rat am Dienstag, 29. August, vor Ort ein Bild machen. An die Verbandsgemeinde Göllheim stellt der Gemeinderat den Antrag auf den Bau von Radwegen. Sie sollen Göllheim an das Radwegenetz Zellertal und Eistal anbinden und zum Bahnhof Göllheim/Dreisen führen. Die Zuständigkeit für den überregionalen Tourismus liegt bei der Verbandsgemeinde. Die zunehmende Nutzung von Elektro-Fahrrädern (E-Bikes) mache auch das hügelige Gelände um Göllheim für den Fahrradtourismus attraktiv, begründete Hartmüller den alten Wunsch Göllheims. Die vielen Angebote könnten mit den neuen Wegen für den Radtourismus erschlossen werden, und umgekehrt erhielten die Göllheimer die Möglichkeit, „die Region in und um unsere Verbandsgemeinde besser zu erkunden“. Die auch von der Verbandsgemeinde Göllheim eingeführte Ehrenamtskarte bietet ihren Inhabern Vergünstigungen. Die Gemeinde beteiligt sich mit eigenen Angeboten. Sie gewährt auf die Miete von Haus Gylnheim und des Uhlschen Hauses sowie auf die Ausleihe von E-Bikes zehn Prozent Rabatt. Die Karte kann beantragen, wer mindestens fünf Stunden in der Woche ehrenamtlich tätig ist oder 250 Stunden im Jahr. Das Mindestalter ist 16 Jahre. Den Auftrag für den Austausch des Heizkessels in der Göllheimer Kindertagesstätte vergab der Rat an die Firma Laubscher und Moser aus Kaiserslautern für rund 35.000 Euro. Die Maßnahme wird im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms 3.0 zu 90 Prozent gefördert. Sechs Spenden von insgesamt 2850 Euro erhielt die Gemeinde Göllheim für die Heimatpflege.