Donnersbergkreis Essen an Grundschulen und Kitas wird teurer
Das Essen an den Grundschulen und den Kindertagesstätten in der Verbandsgemeinde Winnweiler wird ab Oktober teurer. An Schulen werden künftig 3,50 Euro und an Kindertagesstätten 3,30 Euro pro Mahlzeit verlangt. Die Preiserhöhung sei deshalb notwendig, weil sich der Essensbezug verteuert hat, sagte Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU) im Verbandsgemeinderat Winnweiler.
Das Essen bezieht die Verbandsgemeinde Winnweiler über die Küche des Hofguts Neumühle bei Münchweiler, einer Einrichtung des Bezirksverbandes Pfalz. Dies seit Jahren zum unveränderten Preis von 2,43 Euro, wie der Bürgermeister erläuterte. Dort fand eine Prüfung des Rechnungshofes statt, der in dieser Summe keine Kostendeckung sieht und einen angemessenen Preis verlangt. Die Preisanpassung sei kein Grund für die Verbandsgemeinde, sich nach einem anderen Anbieter umzuschauen, betonte Jacob. Mit den neuen Beträgen liege man auf gleicher Höhe wie in benachbarten Verbandsgemeinden. Mit dieser Summe sei man dennoch nicht kostendeckend, denn es seien keine Personalkosten und Ausstattungsgegenstände für die Essensausgabe eingerechnet. SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Stumpf lobte die gewissenhaften Lieferungen und das flexible Handeln des Anbieters. Begrüßt hat er auch die tatsächliche und nicht pauschale Abrechnung. Dieser Aussage schloss sich FWG-Fraktionsvorsitzender Ulrich Kolb. Etwas anders sahen es die beiden Vertreter der Grünen. Thomas Wiemer-Scheidel (Höringen) und Reiner Merz (Imsbach) sprachen sich für eine stufenweise Erhöhung aus. Der Bürgermeister entgegnete, dass bis zur letzten Erhöhung die Verbandsgemeinde dann drauflegen müsse, was letztlich eine Subventionierung des Essens gegenüber den Eltern sei. Für einkommensschwache Personen gäbe es einen Sozialfonds, der auch genutzt werde. Bei zwei Gegenstimmen dieser Ratsmitglieder stimmte das Gremium für die Erhöhung zum 1. Oktober. Die Unterstützung des Bundes für finanzschwache Kommunen können im Bereich der Verbandsgemeinde Winnweiler die Ortsgemeinden Börrstadt, Imsbach, Schweisweiler, Steinbach und Winnweiler erhalten. Die Verbandsgemeinde Winnweiler hat aufgrund ihrer Finanzkraft keinen Anspruch, so der Bürgermeister. Drei der fünf Kommunen haben Vorschläge im Bereich der energetischen Sanierung, der Verbesserung der Infrastruktur und der Schaffung einer Barrierefreiheit eingereicht. Insgesamt stehen dafür 423.000 Euro zur Verfügung. Soweit die Mittel durch die Ortsgemeinden nicht aufgebraucht werden, fließen sie in den Ausbau der Breitbandversorgung. Mit den Geldern werden Leerrohre verlegt, in die die notwendigen Glasfaserkabel für ein schnelles Internet geschoben werden können. (llw)