Donnersbergkreis Es muss nicht nur Fußball sein

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WINNWEILER. Drei Tage Spiel, Spaß und Spannung – mal unter Anleitung der zehn Trainer und Betreuer, mal völlig auf sich alleine gestellt – erlebten vergangene Woche rund 50 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 13 Jahren aus den Verbandsgemeinden Kirchheimbolanden, Enkenbach-Alsenborn, Rockenhausen und Winnweiler. Das siebte Feriencamp beim ASV bot den ausnahmslos männlichen Nachwuchskickern auch Einblicke in die Sportarten Boule und Headis.

Torschuss, Zweikampf, Technik und Koordination – alles Dinge, die einen guten Fußballer ausmachen. Entsprechend stand für die etwa 50 Teilnehmer am Mittwoch- und Donnerstagnachmittag dazu Stationstraining auf dem Programm – Schwierigkeitsgrad steigend. Am Donnerstagvormittag bereiteten die zehn Trainer und Betreuer zudem ein fundiertes und knackiges Torwarttraining vor. Den traditionell fußballfreien Part füllten die Organisatoren in diesem Jahr mit den Sportarten Boule und Headis. Bei der ASV-Boule-Abteilung um Leiter Mehmet Kilic und die Aktiven Kevin Demmerle und Pascal Bäcker lernten die Kinder- und Jugendlichen am Akazienrondell Regeln und erste Wurftechniken der aus Frankreich stammenden Sportart kennen. Der jüngste Teilnehmer des Feriencamps war Valentin Iselborn. Bei den ASV-Bambini jagt er schon jetzt regelmäßig der Kugel hinterher. Außerdem spielt er gerne Tennis. Die Sportart Boule aber sagte dem Fünfjährigen nicht so zu. „Da macht mir Fußball viel mehr Spaß“, gab Valentin zu. Aron Schady, selbst in der Winnweilerer B-Jugend am Ball, war jüngst bei den Headis-Weltmeisterschaften am Start. Er ließ vor allem die älteren Camp-Teilnehmer in die außergewöhnliche und erst 2006 von René Wegner in Kaiserslautern erfundene Sportart an den Tischtennisplatten der Realschule-Plus reinschnuppern. Mini-Barca, Pokeman-Go, FC Bayern, ASV, Team-Possible, Gummibärenbande, Die Unkreativen, Unbekannt oder Pommes Rot-Weiß – so hießen einige der Mannschaften, die am Freitagnachmittag beim Kleinfeldturnier, aufgeteilt in acht Altersklassen, mit anschließender Siegerehrung ihr Bestes gaben. Zum Abschluss stand schließlich noch ein Spiel der Teilnehmer gegen die Betreuer auf dem Mini-Spielfeld auf dem Programm. Unter den Augen ihrer Eltern warfen die Jungs nochmals alles in die Waagschale – der Jubel bei Toren war groß. Rund 25 Helfer, ausschließlich Eltern der Teilnehmer, sorgten für das leibliche Wohl und bereiteten zur Mittagszeit Mahlzeiten wie Spaghetti mit Hackfleischsoße, Fleischbällchen mit Reisgemüse oder Würstchen, Pommes und Salate vor. Auch an Rohkost, Muffins, Brezeln und Kuchen für zwischendurch fehlte es nicht. „Wir tragen gerne unseren Teil dazu bei, damit dieses Camp zu diesem Preis stattfinden kann. Die Kinder freut es doch, dass sie drei Tage am Stück hier mit ihren Freunden gemeinsam Fußballspielen dürfen und sich nicht zu Hause langweilen müssen“, so die Helferinnen und Mütter Daniela Braun und Prisca Müller. Und auch Petrus meinte es gut mit den Nachwuchs-Kickern: Es blieb die ganze Zeit trocken. Franz Mayer, Winnweilers Vorstand-Sport und C-Jugendtrainer, sprach gegenüber der RHEINPFALZ von einem sehr positiven Gesamteindruck. „Auch in unserer siebten Auflage, der zweiten hier auf dem Kunstrasen am Rauhen Weg, durften wir wieder viele engagierte Jugendspieler, die durchweg den intensiven Trainingseinheiten Folge geleistet haben, begrüßen.“ Sein besonderer Dank galt den „engagierten Müttern, die für die optimalen Rahmenbedingungen sorgten“. Auch die Tatsache, dass drei Flüchtlingskinder aus Syrien und Montenegro kostenfrei teilgenommen haben, freute den hauptberuflichen Polizeibeamten. |fsm

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