Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Erstmals ein Heimspiel zum Herbstfest in Rockenhausen

„Ich denke, die Sommerpause hat keine Zukunft“, sagt der Kapitän der Herren 40 des TC Winnweiler, Cyrill Giloi. Hier zu sehen hi
»Ich denke, die Sommerpause hat keine Zukunft«, sagt der Kapitän der Herren 40 des TC Winnweiler, Cyrill Giloi. Hier zu sehen hinten als Dritter von links nach einer gewonnenen Mixed-Meisterschaft im Jahre 2018.

Die Medenrunde beginnt im Mai, zuweilen Ende April und endet üblicherweise im Juni. In diesem Jahr jedoch ist coronabedingt einiges anders. Es gibt nämlich eine Sommerpause, Kreativität ist gefragt. Wir haben uns in den Clubhäusern in Rockenhausen und Winnweiler umgehört.

Ganz wie gewohnt ging es in diesem Jahr nicht los mit der Tennissaison. Üblicherweise wurden im April langsam die Plätze geöffnet, im Mai die ersten Bälle in der Medenrunde über das Netz gedonnert. 2021 jedoch beschlossen die Verantwortlichen für die Ligen auf Rheinland-Pfalz-Ebene, dass so weit notwendig auch über den Sommer hinaus gespielt wird. Aufgrund der Entwicklungen im Bezug auf das Coronavirus war ein Rundenstart im Mai noch nicht möglich. So wurden eben diese Mai-Termine einheitlich in allen Altersklassen, soweit dies aufgrund der Vielzahl von Spielterminen notwendig war, in den September verschoben.

Juni/Juli-Termine bleiben

Der Tennisverband Pfalz folgte dieser Entscheidung und verschob die Termine der Pfalzspielklassen bis hin zur C-Klasse ebenfalls in den September. Vorerst noch unangetastet blieben die Spieltermine im Juni und Juli. Doch einige Wetterkapriolen und Spielverlegungen sorgten dafür, dass verschiedentlich noch weitere Spieltermine in den September verlegt wurden. In Extremfällen ist es sogar so, dass Mannschaften aus einigen Ligen ihre Runde bereits beendet haben, andere hingegen noch bis zu drei Spiele auszutragen haben. Doch können aus der Tennis-Sommerpause, die sich über die gesamten Sommerferien des Landes Rheinland-Pfalz hinzieht, auch Folgerungen für die Zukunft gezogen werden, oder soll die Corona-Termin-Ausnahme im nächsten Jahr wieder schnell in die Tonne gekloppt werden?

„Ich sehe es nicht, wie es der Verband hätte anders machen können. Es sind jetzt viele Leute im Urlaub. Da war die Sommerpause sicherlich die bessere Option“, sagt Marvin Bruch, 1. Vorsitzender des TC Rockenhausen. Jedoch könne er sich für die Zukunft eine solche Terminierung der Spiele eher nicht mehr vorstellen. „Es ist doch besser, wenn die Runde ein wenig kompakter ist. Ein Zeitraum von wenigen Wochen lässt sich eben besser planen, als viele Wochen“, sagt Bruch weiter.

„Der Verband hat es gut geregelt“

Dennoch sehe er auch mit der mehrwöchigen Sommerpause im Tennis durchaus Vorteile für seinen Verein. „In diesem Jahr betrifft das bei uns alle Herren-Mannschaften. Wir haben deshalb in diesem Jahr mal ein Herbstfest-Spiel. Das hatten wir noch nie, das ist ein ganz coole Sache. Da sind wir schon froh, wenn wir etwas zum Herbstfest beitragen können“, fügt der TCR-Vorsitzende an. Dass die Runde länger sei, müsse man auch als Tennisspieler sportlich verkraften können, schließlich seien die Fußballer auch, abgesehen von wenigen Wochen, ganzjährig auf dem Platz.

Ein Thema, das die Rückschlagsportler verschiedentlich bewegt, ist jedoch, ob es in diesem Zusammenhang gut sei, die Tennisrunde nicht als Einfachrunde, sondern in Hin- und Rückrunde auszutragen. „Wir spielen auch noch die Mixedrunde. Da trifft man sich auch nochmal. Ich brauche keine zwei Halbserien“, fügt Bruch an. Dennoch sei das Thema „Saisonunterbrechung“ im Juli bis hin in den September durchaus im Verein thematisiert worden. „Wir nehmen das in diesem Jahr einfach so hin. Der Verband hat das gut geregelt. So viele Optionen gab es auch nicht“, sagt Bruch.

Das Grünstadt-Spiel vorziehen?

„Wir sind in diesem Jahr erstmal froh, dass wir überhaupt spielen können“, betont Cyrill Giloi, Kapitän der Herren 40 des TC Winnweiler. Dass seine Mannschaft, derzeit Schlusslicht in der Herren-B-Klasse, nun nach der Partie am 10. Juli gegen den TV Weidenthal (2:4) nur noch eine Partie am 18. September, also nach über zwei Monaten Spielpause, auszutragen hat, sieht er jedoch nicht als zweckdienlich an. „Grünstadt wollte das Spiel schon vorziehen. Ich denke mal, wir werden es noch vor dem September spielen“, erklärt Giloi.

Er sieht auch den Terminplan vergangener Jahre etwas durcheinander gewirbelt, denn in den Vorjahren seien im September immer mal wieder Turniere ausgetragen worden. „Ich denke, die Sommerpause hat keine Zukunft. Wenn man die Runde so lange spielt, dann kann es nicht sein, dass im Juni und Juli vier Spiele sind und im September nur eins. Das müsste man dann schon besser verteilen“, fügt Giloi an.

Dass die Partie im September in Grünstadt wegen Corona-Einschränkungen nicht mehr ausgetragen werden könne, soweit will der TCW-Kapitän nicht denken und ist positiv gestimmt, die Runde zu Ende spielen zu können.

x