Donnersbergkreis Erfolgsgeschichte geht weiter
Das Reichswald-Gymnasium in Ramstein-Miesenbach bei der zehnten Klassenstufe und das Gymnasium an der Heinzenwies in Idar-Oberstein bei Jahrgangsstufe elf: Das sind die Sieger in der Region Nordpfalz bei der 21. Auflage des bundesweiten Wettbewerbs „Mathematik ohne Grenzen“. Wettbewerbsleiterin Gabriele Lapport (Hohenstaufen-Gymnasium in Kaiserslautern) hieß zur Preisverleihung im Festhaus Winnweiler rund 350 Schüler der ausgezeichneten Klassen willkommen. Mit dabei: Erstklässler des Gymnasiums Weierhof.
Lapport betonte, dass das Interesse an dem Wettbewerb – auch in unserer Region – immer größer werde. In der Nordpfalz haben 64 Klassen der zehnten und 55 Klassen der elften Jahrgangsstufe aus insgesamt 21 Schulen teilgenommen. Somit haben 2706 Schülerinnen und Schüler versucht, die Aufgaben zu lösen. Der Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen“ habe sich sehr schnell zu einem festen Bestandteil in der Schuljahresplanung entwickelt, sagte der ehemalige Oberstudienrat Rolf Kilian, stellvertretender Vorsitzende des Förderkreises von Mathematik ohne Grenzen. Was im Schuljahr 1995/96 mit 878 Teilnehmern in 38 Gruppen aus 13 Schulen begonnen hatte, habe sich zu einer tollen Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Ursache hierfür sieht Kilian unter anderem in dem gelungenen Konzept eines Mannschaftswettbewerbs mit fremdsprachlichen Elementen. Erstmals ist die Konkurrenz im Jahr 1989 unter dem Namen „Mathematiques sans Frontieres“ im Nordelsass durchgeführt wurde. In den Folgejahren breitete sich der Wettbewerb schnell in den angrenzenden französischen Gebieten und dann auch in den benachbarten deutschen Regionen – hauptsächlich in der Pfalz – aus. Mit der Teilnahme der Region Südpfalz im Jahr 1990 hat „Mathematik ohne Grenzen“ dann europäischen Charakter bekommen. Der Umfang der Aufgaben sei so gewählt, dass es der gemeinsamen Anstrengungen einer ganzen Klasse bedarf, um sie in der vorgegebenen Arbeitszeit von 90 Minuten zu bewältigen, sagte Kilian. Besonders schwierig: Eine Aufgabe wird in Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gestellt – und muss dann auch in einer der genannten Fremdsprachen bearbeitet werden. Dies sei neben den Formeln und Rechnungen eine besondere Herausforderung, so Kilian weiter. Eine teilnehmende Klasse müsse also ein Team von „Sprach- und Mathematikfachleuten“ bilden, um die Aufgabe erfolgreich zu lösen. Der Wettbewerb wird regional organisiert und von örtlichen Sponsoren finanziert. Lediglich Aufgaben, Spielregeln und Tag der Durchführung sind für alle Teilnehmer gleich. Ziel ist es, den Teamgeist in den Klassen und Kursen zu fördern sowie bei möglichst vielen Jugendlichen Interesse für Mathematik zu wecken. Die Platzierungen waren bis zur Preisverleihung geheim und so war die Spannung groß bei der Bekanntgabe der Gewinner und Platzierten. In der Wertung der zehnten Klassenstufe konnte sich das Reichswald-Gymnasium in Ramstein-Miesenbach vor dem Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern durchsetzen. Platz drei holte sich das Sickingen-Gymnasium in Landstuhl vor dem Gymnasium an der Heinzenwies in Idar-Oberstein und dem Gymnasium am Rittersberg in Kaiserslautern. Ganz ähnliche Namen tauchten in der Siegerliste der elften Jahrgangsstufe auf. Siegreich war hier das Gymnasium an der Heinzenwies in Idar-Oberstein vor dem Burggymnasium und dem Hohenstaufen-Gymnasium (beide Kaiserslautern). Auf Platz vier landete das Gymnasium Weierhof vor dem Hohenstaufen-Gymnasium in Kaiserslautern. Die Realschule plus in Rockenhausen und die Sankt-Franziskus-Realschule in Kaiserslautern erhielten die Sonderpreise für die besten Realschulklassen. Der Sonderpreis für den besten Grundkurs ging an das Hohenstaufen-Gymnasium. Musikalisch wurde die Feier von Solisten des Sickingen-Gymnasiums in Ramstein-Miesenbach – Jannis Straßer (Violine) und Leo Hoffmann (Klavier) – begleitet. Großen Anklang fand der Mathe-Wettbewerb mit zehn Aufgaben, die vor Ort gelöst werden konnten. Stark beeindruckt von den Leistungen der Schüler zeigten sich Kreisbeigeordneter Michael Ruther (Donnersbergkreis) und Beigeordneter Hubert Weismann (Verbandsgemeinde Winnweiler). „Ach, das ist Mathematik“, lautete die launige Umschreibung des Wettbewerbs durch Studiendirektor Helmut Hürter vom Hohenstaufen-Gymnasium. Die Preise stiftete die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz. Zum Kreis der Sponsoren gehören auch der Lions-Club Kaiserslautern, die Lotto-Stiftung, die Firma Mobotix, die Bahn-AG sowie die Verbands- und Ortsgemeinde Winnweiler. (llw)