Donnersbergkreis Einstimmung auf die stille Nacht

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„In einer denkwürdigen Adventszeit 2015“ begrüßte Pfarrer Walter Fuhrmann die Ausführenden und überaus zahlreichen Besucher des Adventssingens der Chöre der Ortsgemeinde Winnweiler in der Pfarrkirche Herz-Jesu. Über all den Sorgen und Ängsten, die Mörder und Fanatiker mit ihrem Terror verbreiten, über den Flüchtlingen, die davor aus ihrer Heimat fliehen und bei uns um Herberge bitten, dürfe der Sinn der Weihnacht nicht in Vergessenheit geraten.

„Es geht um die Geburt eines Kindes, nicht um die Tat eines starken Menschen“, zitierte Pfarrer Fuhrmann Dietrich Bonhoeffer. Und an die Seite dieses Kindes sollten wir uns stellen, „zum Wohl und nicht zum Leid der Menschen“. Und so erzählten kleine und große Sängerinnen und Sänger und ein Instrumental-Duo von der Geburt des Christuskindes und schufen eine Atmosphäre der Einkehr und Besinnung. Stimmungsvoll eröffneten die Jüngsten vom Kinderchor „Hast du Töne“ Hochstein unter der Leitung von Angelina Jacob und Nicolas Geminn das Programm und sangen mit Lichtern in den Händen „Im Schein der Kerzen“ und eine moderne Variante von „Stille Nacht“. Der Mädchenchor „DivaCanto“ Hochstein (Leitung Dominik Keller) brachte mit „In dulci jubilo“ Weihnachtsfreude zum Ausdruck und wünschte fröhlich „Merry Christmas“. Mit einem „Altdeutschen Weihnachtslied“ wartete die Chorgemeinschaft Hochstein/Münchweiler (Leitung Fabian Zewinger) auf und zündete gefühlvoll zum Abschied des alten Jahres „Lichter der Freude, der Hoffnung und der Liebe“ an. Ihrem Namen alle Ehre machte die „Viel-Harmonie“ Hochstein mit seiner Leiterin Sonja Walther. Einmal mehr begeisterten die Sängerinnen und Sänger mit hoher Stimmkultur bei „Puer nobis nascitur“, wie auch mit einem interessanten Satz des schlichten Weihnachtsliedes „Alle Jahre wieder“. Der gemischte Chor „Tonika“ der Sängervereinigung Winnweiler unter der Leitung von Petra Lieberich besang „Das Licht, das die Nacht erhellt“ und folgte den Hirten zum Kind in der Krippe. Unter gleicher Leitung regte der Frauenchor der Sängervereinigung mit nachdenklich stimmenden Textpassagen in einem „Vaterunser“ zu genauem Hinhören an und schloss mit dem „Lied von der Heiligen Nacht“. „Hoch tut euch auf, ihr Tore weit“, forderten die Männerstimmen der Sängervereinigung (Leitung Jens Illichmann) und besangen mit einem jubelnden „Gloria“ das „Wunder der Christnacht“. In einer beeindruckenden „Sängervereinigung“ von fast hundert Stimmen verkündeten dann die drei Chöre „Wieder hört man Engel singen“. Mit zwei wunderschönen Solo-Vorträgen bereicherten die beiden Instrumentalisten Florian Jurzitza an der Harfe und Sebastian Galwas, Violine, das weitere Programm. Mit der „Meditation“ aus der Oper „Thais“ und einer „Romance für Violin and Harp“ stellte neben dem erfahrenen Harfinisten der erst 13-jährige Geiger sein großes Talent unter Beweis. Man wird sicher noch viel von ihm hören! Geige und Harfe waren anschließend auch einfühlsame Begleiter bei der wunderbaren Weise vom Brot der Engel „Panis angelicus“, die der Protestantische Kirchenchor und Projektchor Winnweiler unter der Leitung Gudrun Scherrer nach einem „Adventruf“ aus Skandinavien zu Gehör brachte. Auch für den von Monika Rahm und dem Ensemble „Contoccini“ einfühlsam vorgetragenen „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck schuf das Duo den instrumentalen Kontrapunkt. Sechs Mädchen aus der Kindergruppe der Kreisvolkshochschule, angeführt von Natascha Kirch, kamen dabei – in weiße Gewänder gehüllt und mit brennenden Lichtern in den Händen – märchenhaft-himmlisch durch die Kirche „geschwebt“. Gemeindediakonin Heide Plattner unterstrich mit einer Lesung aus einem Brief des Apostels Paulus an die Römer, in dem er zu Verzeihung und Feindesliebe ermahnt, und mit einem Adventssegen, den Grundgedanken der Veranstaltung, die mit dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser zu Ende ging. Die Zuhörer in der Pfarrkirche bedachten nicht nur freigiebig die musikalischen Darbietungen mit Beifall, auch die erbetene Geldspende für „Adveniat“ und für „Brot für die Welt“ ergab die Rekordsumme von 1100 Euro.

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