Donnersbergkreis Einige Generationswechsel stehen an

(Wählergemeinschaft Albisheimer Bürger) hat nach 20 Jahren jetzt den Schlussstrich gezogen und sich nicht noch einmal aufstellen lassen. Der Bürgermeister der mit rund 1740 Einwohnern zweitgrößten Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde gibt gesundheitliche Gründe an. Strack ist 68 Jahre alt, gelernter Metallbaumeister und inzwischen Rentner Biedesheim Holger Pradella (parteilos) fühlt sich mit 65 Jahren noch nicht als „Alt-Bürgermeister“ und stellt sich folglich seiner Gemeinde noch einmal zur Verfügung. Der Architekt mit eigenem Büro und eigener Handwerksfirma nennt die in zehn Jahren im Amt gewachsene Nähe zu den Bürgern als einen seiner Beweggründe. Zudem blickt er auf eine Reihe von Erfolgen, etwa die geglückte Dorfmoderation und die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde, zurück. Begonnen wurde bereits die Erweiterung des Kindergartens im Zweckverband mit Ottersheim, jetzt müssen die erforderlichen Umbaumaßnahmen gemacht werden, dazu kommen Maßnahmen in einem weiteren Baugebiet. Bubenheim Thomas Lebkücher ist seit 2014 Ortsbürgermeister. Der 40-Jährige Polizeibeamte und Leiter der Polizeiinspektion Frankenthal (auf Ortsebene ist er parteilos, im VG-Rat FWG) kandidiert allerdings nicht offiziell, da in Bubenheim der Gemeinderat den Ortschef bestimmt. Im Falle des Falles würde er die Wahl aber annehmen. Zu seinen Beweggründen sagt er: „Die Erfahrung der ersten Legislaturperiode hat gezeigt, dass man zwar viel bewegen kann, dass es aber auch noch viel zu tun gibt.“ Schwerpunkte sind für ihn Erhalt und Ausbau der Infrastruktur und der Freizeitanlagen der Gemeinde sowie die Ansiedlung neuer Mitbürger „bei gleichzeitig angepasster Haushaltsführung“. Dreisen Nicht noch einmal antreten will Ralph Molter. Der 61-jährige Architekt, Mitglied der FWG, ist seit 2004 im Amt und findet, dass 30 aktive Jahre in der Kommunalpolitik, davon 15 Jahre als Ortschef, genug sind und dass jetzt neue Personen mit neuen Ideen an der Reihe sind. Einselthum Auch Marion Baumrucker (SPD), Ortsbürgermeisterin seit 2009, tritt nicht noch einmal an. Die 66-jährige gelernte Kauffrau nennt persönliche Gründe. Göllheim Eine weitere Runde im Amt strebt Dieter Hartmüller (CDU) an. Der 62-jährige Polizeibeamte ist seit 2009 Ortschef. „In den vergangenen Jahren konnten gemeinsam mit dem Gemeinderat viele Projekte angeschoben werden, die ich gerne weiterführen würde“, sagt er. Als Leuchtturmprojekt nennt er die Innenentwicklung von Göllheim, die dank der Aufnahme ins Stadtumbauprogramm jetzt vorangetrieben werden kann. Im Einzelnen denkt er an weitere Freiflächen innerhalb des Ortskerns, den Bau einer Begegnungsstätte mit barrierefreier Bücherei, die Erweiterung des Kulturkarrees, aber auch den Bau barrierefreier Wohnungen in zentraler Lage. Weitere Vorhaben sind die Erschließung des Baugebietes Süd 10, die Erweiterung der Kita, ein Mehrgenerationenplatz, die Erweiterung des Spielplatzangebots, die Ansiedlung von Einzelhandel, die Erweiterung des Gewerbegebiets, die Verbesserung der Breitbandversorgung, die Anbindung der Gemeinde an das überörtliche Radwegenetz und die Tourismusförderung. Immesheim Auch Kurt Kauk ist einer derjenigen, die noch einmal antreten möchten. Der 58 Jahre alte Produktionsmeister ist seit 2014 Ortschef und Mitglied der CDU, für die er auch im VG-Rat sitzt. „Ich möchte weiterhin für unsere kleine Gemeinde eintreten und begonnene Projekte und Ziele weiter umsetzen“, nennt er als Gründe für eine zweite Amtszeit. Lautersheim Lust auf eine weitere Amtszeit hat auch Thomas Mattern. Es wäre für ihn die dritte. Hauptberuflich ist Mattern Wirtschaftsassistent. Der SPD-Mann tritt auf Ortsebene als Einzelbewerber in Erscheinung. Als Gründe für sein Engagement nennt er die konstruktive Zusammenarbeit mit engagierten Menschen, die ungemein motiviere. Zudem gelte es, weitere Bürger für das Engagement für die Dorfgemeinschaft zu gewinnen und Begonnenes abzuschließen. Dazu gehören das Dorferneuerungskonzept und der zweite Bauabschnitt des Neubaugebietes „In den Bohngärten“. Ottersheim Alois Demmerle ist seit 2004 im Amt, davor war er fünf Jahre erster Beigeordneter. Er ist zwar Mitglied der CDU, übt sein Amt aber für die Wählergruppe Ottersheim aus. Auf eine weitere Amtszeit verzichtet der 64-jährige Versicherungskaufmann. Nach 35 Jahren in der Kommunalpolitik findet er, dass ein Generationswechsel angesagt ist. Rüssingen Der 48 Jahre alte Verwaltungsfachwirt Steffen Antweiler (FWG) fühlt sich auch als hauptamtlicher Bürgermeister der VG Göllheim in der Lage, eine weitere Amtszeit als Ortsbürgermeister zu bewältigen. Es wäre dann seine dritte. „Das Amt des Ortsbürgermeisters empfinde ich als perfekte Ergänzung zu meinem Hauptamt“, sagt er. Zum einen, weil er damit einen näheren Kontakt zu den Bürgern behalte, und zum anderen, weil er die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Ortsgemeinden an die Verwaltung selbst leichter erkennen und damit schneller steuernd eingreifen könne. „Im Übrigen“, fügt er hinzu, „liegt mir mein Rüssingen am Herzen, und mir ist unsere funktionierende Dorfgemeinschaft wichtig“. Standenbühl „Wenn die Einwohner von Standen-bühl mir weiterhin ihr Vertrauen entgegenbringen, bin ich gerne bereit, im Amt des Bürgermeisters weiterzumachen“, sagt Georg Pohlmann, der nicht offiziell kandidiert, weil in seiner Gemeinde der Bürgermeister vom Rat gewählt wird. Der 58-jährige Kfz-Mechaniker ist seit 2014 im Amt und gehört keiner Partei an. „Meine Motivation ist, Angefangenes weiterzuführen, Neues anzufangen und selbst etwas zu bewegen, anstatt nur von andern zu erwarten, dass sie etwas machen. Es macht mir Freude, Bürgermeister in einer funktionierenden Dorfgemeinschaft zu sein“, sagt er. Weitersweiler Nicht mehr kandidieren will Armin Göbel. Der 63-Jährige ist von Beruf Hochbautechniker, gehört keiner Partei an, sitzt aber für die CDU im Verbandsgemeinderat. Ortschef ist er seit 2009. Für seinen Rückzug von der Ortsspitze nennt er gesundheitliche Gründe. Zellertal Ebenfalls amtsmüde zeigt sich Raimund Osterroth (FWG) aus Zell. Der 66-jährige pensionierte Lehrer findet, dass nach 15 Jahren die Zeit gekommen ist, einem Nachfolger Platz zu machen, zumal er ursprünglich bereits nach zwei Amtszeiten den Schlussstrich ziehen wollte. „Demokratie lebt vom Wechsel. Es waren interessante und abwechslungsreiche Jahre, für die ich nicht nur unserem engagierten Gemeinderat für die Unterstützung dankbar bin, sondern vor allen Dingen meiner Frau und meiner Familie“, sagt er zum Abschied.