Donnersbergkreis „Eine gute Tat im Jahr muss sein“
«GAUERSHEIM.» Das Musical „Hoch zu Ross“ in Gauersheim ist für viele längst ein fester Termin im Kalender. In diesem Jahr wird das Pferdemusical besonders: Gezeigt werden die Höhepunkte aus den letzten zehn Jahren. Der Erlös geht wie jedes Jahr an den Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder in Mainz. Petra Steuerwald sprach mit Lara Christmann über die letzten zehn Jahre – und über einen ganz besonderen Gast.
Thematisch war das sicherlich das Abba-Musical, weil ich die Musik gerne höre und das mein Wunschthema war. Leider war die Aufführung dann total verregnet, es war eisig kalt. Für unser Pferdemusical wurden wir in Warendorf von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung mit dem PM-Award 2017 geehrt. Das war auch ein Höhepunkt. Bei dieser Ehrung versprach der deutsche Springreiter Andreas Kreuzer, beim nächsten Musical mitzureiten. Er feierte bereits international Erfolge. Wird er kommen? Ja, er hat sich tatsächlich gemeldet. Da er Berufsreiter ist, kann er nicht zur Aufführung am Samstag kommen. Er startet da bei einem großen Turnier in München. Ich kann natürlich nicht sagen: Starte in Gauersheim statt in München (lacht). Also haben wir hin- und herüberlegt und uns für eine öffentliche Generalprobe am Donnerstag entschieden. Wird er mit seinen Pferden kommen? Nein. Aber freundlicherweise stellt uns Sven Bischoff seinen Hengst „Donnersberger“ zur Verfügung. Er ist schon viele S-Springen gegangen. Gab es in den letzten Jahren auch Dinge, die nicht so gut verliefen? Definitiv das Wetter bei der Abba-Vorführung. Da hatten wir Graupelschauer, Wind und eisige Kälte. Es hat zwar alles geklappt, aber trotzdem ist es schade, wenn man das ganze Jahr probt und dann bei so einem Wetter reiten muss. Da macht es den Reitern und auch den Zuschauern keinen Spaß. Was hat sich über die Jahre im Musical verändert? Wir versuchen jedes Jahr, ein Stück besser zu werden. Mittlerweile singen unsere Reiter selbst, und wir haben Live-Musik. Außerdem werden wir von einem Chor und Bläsern unterstützt, in diesem Jahr sogar zusätzlich von einem Streicher-Ensemble. So versuchen wir, uns Jahr für Jahr zu steigern. Und die Besetzung wechselt. Mittlerweile reitet schon ein Kind von einer Frau mit, die früher selbst beim Musical mitgeritten ist. Wir sind also generationenübergreifend aktiv. Was motiviert dich, immer weiter zu machen? Gute Frage. Manchmal ist das nicht so einfach. Meine ganze Familie muss mit anpacken. Die Vorbereitungen starten ja schon lange vor dem eigentlichen Musical-Termin. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Gruppen und Personen, die mitmachen. Ich sage dann immer: „Eine gute Tat im Jahr muss sein.“ Das Musical wurde ja ins Leben gerufen, um Spenden einzusammeln. Wie viel kam über die Jahre hinweg für den Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder in Mainz zusammen? Genau kann ich das nicht sagen. Aber auf jeden Fall über 50.000 Euro. Was wird das Besondere an der Jubiläumsaufführung? Auf jeden Fall der Besuch von Andreas Kreuzer am Donnerstag. Er kommt mit einem kleinen Filmteam, um hinterher ein Video in den sozialen Netzwerken verbreiten zu können. So kommen eventuell noch mehr Spenden zusammen. Und Kalli Koppold wird das Musical moderieren. | Interview: Lara Christmann