Donnersbergkreis Ein neuer Boden für den Pausenraum

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Ein Windfang oder doch lieber keiner? In einer Sitzung des Ortsgemeinderates Winnweiler und des Ortsbeirates Alsenbrück-Langmeil hat ein Fachplaner die Detailplanung zur energetischen Sanierung der Gemeindehalle vorgestellt. Diskussionen gab es wegen der Kosten, die auf 946.672 Euro geschätzt werden. Großes Einsparpotenzial konnten die Ratsmitglieder aber nicht erkennen.

Da es sich um eine energetische Maßnahme handelt und das Gebäude auch für den Schulsport genutzt wird, liege die Zuschussquote bei 60 Prozent, sagte Ortsbürgermeister Rudolf Jacob (CDU). In der Sitzung ging es um Details: Sowohl der Ortsbeirat als empfehlendes Gremium als auch der Ortsgemeinderat brachten Anträge ein. Ortsbeiratsmitglied Björn Bornstein regte die Sanierung des Bodens im Pausenraum für rund 5000 Euro an. Der Ortsbeirat stimmte dem zu. Nur drei Ratsmitglieder stimmten für Rudolf Franzmanns (SPD) Antrag, den Boden in der Pausenhalle zu belassen. Heike Reisinger sah keinen Bedarf für eine Treppe von der Straße zum Schulhof. Ihr Antrag erhielt die Mehrheit im Ortsbeirat, der das Gesamtwerk als Vorlage für den Ortsgemeinderat beschloss. Entgegen der Empfehlung beantragte Rudolf Franzmann, die Treppenanlage dennoch zu installieren – als einziger Befürworter. Daniela Marger (CDU) schlug vor, den Eingangsbereich nicht zu verändern, sondern nur zu überdachen. Dies wurde abgelehnt. Eine endgültige Entscheidung über die Gestaltung des Windfangs soll der Ortsbeirat treffen. Die nun vorgelegte Planung sei mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) abgestimmt, ein Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes sei genehmigt, so Jacob. Bei den Kostenberechnungen seien Forderungen der Unfallkasse wie ein Prallschutz auch an den seitlichen Hallenwänden berücksichtigt. Überarbeitet wurde auch der geforderte behindertengerechte Zugang am Haupteingang. Künftig wird es einen separaten Technikraum geben, der Ausschankraum wird neu gestaltet und die Halle mit flächenelastischem Sportboden ausgelegt. In die Akustikdecke werden Leuchten und Deckenheizstrahler installiert. Die jetzt offene Pausenhalle wird mit zwei Toren geschlossen. Eine barrierefreie Toilette wird im Anbau installiert. Der Putzmittelraum findet unter der Treppe seinen Platz. Kritische Stimmen gab es vom Ortsbeirat Alsenbrück-Langmeil. Enttäuscht über das Ergebnis zeigte sich Heike Reisinger. Der Plan ginge mehr in Richtung Sporthalle und damit weg von einer Mehrfachnutzung. Sie hätte sich im Vorfeld die Besichtigung vergleichbarer Gebäude gewünscht. Ratsmitglied Klaus Wuttke (Grüne) will einzelne Maßnahmen auf ihre Notwendigkeit hin geprüft haben. Als Beispiel nannte er den Windfang bei einem Kostenvolumen von rund 35.000 Euro. Rudolf Franzmann fragte nach den Zahlen, um bei der Notwendigkeitsprüfung Einsparungen vornehmen zu können. Jacob sah nur in wenigen Punkten Einsparpotenzial. Die Planung basiere hauptsächlich auf gesetzlichen und versicherungstechnischen Vorgaben. Einzig entbehrlich wäre der Windfang. „Nur was wirklich gemacht werden muss“, sagte Ortsvorsteher Marcel Huschitt. Er verwies auf einen 35 Jahre alten Baukörper ohne bisher groß angelegte Erneuerungen. Die Halle werde an fünf Tagen pro Woche intensiv vom Schulsport und an mindestens vier Tagen durch die örtlichen Vereine genutzt. Sie sei Mittelpunkt für Sport, Kultur und Brauchtum. Das Gesamterscheinungsbild sei von großer Bedeutung. Deshalb sollte der Eingangsbereich mit einem zweckmäßigen Windfang ausgestattet werden, betonte erster Ortsbeigeordneter Bernd Reinecke-Franck, dem Ortsbeiratsmitglied Erich Reisinger zustimmte. (llw)

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