Donnersbergkreis Ein Fünfer- und ein Viererpack

Clevere Strategin und wertvolle Vorbereiterin: Winnweilers Tanita Kellermann (rechts), verfolgt von der Ex-ASV-Spielerin Nathali
Clevere Strategin und wertvolle Vorbereiterin: Winnweilers Tanita Kellermann (rechts), verfolgt von der Ex-ASV-Spielerin Nathalie Riel.

«WINNWEILER.» Die Bezirksliga-Frauenmannschaft des ASV Winnweiler ließ dem Gegner 1. FFC Kaiserslautern II am Samstagabend keine Chance und tütete durch einen 13:0 (9:0)-Erfolg den sechsten Saisonsieg im achten Spiel ein. Bei eisigen Temperaturen auf dem Kunstrasenplatz am Rauhen Weg markierten Ann-Kathrin Weber einen Fünfer- und Nina Kasimir einen Viererpack.

So einseitig kann Fußball sein. Der ASV Winnweiler dominierte seinen Kontrahenten aus der Barbarossastadt nach Belieben. Torhüterin Laura Orthen musste in 90 Minuten nicht wirklich einmal eingreifen. Und vorne schlug es vor allem in der ersten Halbzeit fast im Minutentakt ein. Nach einem scharfen Eckball von Melanie Geißler gab Abwehrspielerin Pia Bellingrodt-Radtke den Türöffner und bugsierte die Kugel zur frühen Führung über die Linie (5.). Per Bogenlampe aus 30 Metern erhöhte Geißler auf 2:0, ehe Routinier Nina Kasimir kurz darauf auf 3:0 stellte. Die 38-Jährige ließ ihrem Treffer drei weitere zum 5:0, 7:0 und 10:0 folgen. Ihr erstes von insgesamt fünf Toren erzielte Sturmpartnerin Ann-Kathrin Weber zum 4:0. Jeweils per Doppelschlag stellte sie dann auf 8:0 und 9:0, sowie auf 11:0 und 12:0. Ein schöner Treffer gelang der glänzend aufgelegten Lisa Hülsbusch zum zwischenzeitlichen 6:0. Eine umsichtige Weber-Ablage verwandelte die Mittelfeldspielerin aus 15 Metern unter die Latte. Hülsbusch war es auch, die zehn Minuten vor Abpfiff zum 13:0-Endstand traf. Als clevere Strategin und wertvolle Vorbereiterin machte Tanita Kellermann auf sich aufmerksam. „Wir hatten viele schöne Kombinationen und tolle Tore erzielt. In der zweiten Halbzeit waren wir im Abspiel etwas schlampig und haben es verpasst, den Abschluss öfters zu suchen“, resümierte ASV-Trainer-Christoph Eisenbeiss. Der Winnweilerer Coach wollte das Ergebnis, das wohl höchste in der Vereinsgeschichte der Frauenmannschaft, aber auch nicht überbewerten: „Spielerisch war das sicher nicht schlecht, aber der Gegner hat es uns auch sehr einfach gemacht.“ Schon am kommenden Samstag zu Hause gegen den VfB Reichenbach, der bei zwei Spielen mehr zwei Punkte vor Winnweiler auf Rang zwei liegt, werde das schon wieder ganz anders aussehen. „Klar wollen wir in den restlichen neun Partien das maximale herausholen und ganz vorne mitmischen. Die Trainingsbeteiligung und das Engagement der Mädels stimmt mich zuversichtlich“, so Eisenbeiss, der im vierten Jahr das Team eigenverantwortlich betreut. Am Samstag musste er nur auf Eliane Gauer verzichten, die mit Leistenprobleme auf der kalten Auswechselbank sitzen blieb. Einmal schütteln müssen sich ob der hohen Niederlage die Frauen vom 1. FFC Kaiserslautern II, deren erste Garnitur die Bezirksliga Süd-Staffel unangefochten anführt und Richtung Landesliga marschiert. Stürmerin und Ex-ASV-Spielerin Nathalie Riel wertete den frühen Gegentreffer „als Genickbruch für uns. Winnweiler konnte danach auf Konter spielen. Diese haben sie überragend ausgespielt. Wir haben heute leider nicht in voller Besetzung antreten können. Im Endeffekt war das Ergebnis zu hoch.“ Riel, für die ihr ehemaliger Verein Aufstiegsanwärter Nummer eins ist, richtete den Blick nach vorne: „Wir werden uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren und in den direkten Duellen gegen Tabellennachbarn versuchen, die nächsten Punkte einzufahren.“ Am 8. April empfängt der Club den TuS Münchweiler … So spielten sie ASV Winnweiler: Orthen - Schäfer, Schatz (64. Dingler), Bellingrodt-Radtke - Hülsbusch, Gatzke, Kellermann, Geißler (53. Trautmann) - Neunzling, Kasimir (77. Hahnenberger), Weber 1. FFC Kaiserslautern II: Stonies (61. Schäfer) - Immesberger (62. Kallmayer), Mehler, Feldmüller, Schmitt (37. Diehl) - Weintz, Seibt, Jaeschke, Fuchs - Riel, Multhaup Tore: 1:0 Bellingrodt-Radtke (5.), 2:0 Geißler (14.), 3:0 Kasimir (15.), 4:0 Weber (24.), 5:0 Kasimir (34.), 6:0 Hülsbusch (36.), 7:0 Kasimir (37.), 8:0 Weber (42.), 9:0 Weber (45.), 10:0 Kasimir (51.), 11:0 Weber (52.), 12:0 Weber (76.), 13:0 Hülsbusch (79.) - Beste Spielerinnen: Weber, Hülsbusch, Kellermann - Zuschauer: 42 - Schiedsrichter: Schäffler (Rockenhausen).

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