Donnersbergkreis Drosophila suzukii

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Die Kirschessigfliege, ihr wissenschaftlicher Name ist Drosophila suzukii, stammt aus Südostasien und ist erst seit 2008 in Europa und seit 2011 in Deutschland belegt. Sie gehört zur Art der Obst-, Essig- oder Taufliegen. Ihre Eier, pro Weibchen im Schnitt 400, oft aber auch mehr, legt sie in gesunden Früchten ab. Die Entwicklung vom Ei zum geschlechtsreifen Weibchen dauert weniger als 14 Tage. Die frischgeschlüpften Fliegen verpaaren sich schon in den ersten beiden Lebenstagen. Ihre Lebensdauer kann mehrere Monate betragen. Die Kirschessigfliege befällt vorwiegend rote oder dunkel gefärbte Obstsorten wie Kirschen, Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Tafel- und Weintrauben oder Pflaumen, aber auch Pfirsiche, Aprikosen oder Kiwi. Hartschalige Früchte wie Äpfel befällt sie nur dann, wenn die Schale bereits beschädigt ist. Ihre chemische Bekämpfung ist äußerst schwierig, da die hohe Vermehrungsrate und die rasche Generationenfolge wiederholte Anwendungen von Insektiziden notwendig machen würden. Da reife Früchte befallen werden, wären zudem Anwendungen bis kurz vor der Ernte nötig, was mit Blick auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nicht zu empfehlen ist. Alternative umwelt- und verbraucherfreundliche Bekämpfungsverfahren gibt es nicht. Ist der Befall eingetreten, müssen als Sofortmaßnahme alle Früchte geerntet werden. Die Eier und Larven müssen abgetötet werden, indem sie in Plastikbeuteln oder unter Folienabdichtung einer intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Zur Vorsorge kann man die Schädlinge vor einem Befall nur einfangen. Das ist beispielsweise mit Hilfe von Apfelessigfallen möglich. Auf kleineren Anbauflächen können feinmaschige Netze vor Befall schützen. (ajh)

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