Donnersbergkreis
Donnersbergkreis: Leser mit sicherem Blick fürs Besondere
AUFGELESEN: Ob Halloween, Süßkartoffeln, Pilze oder den goldenen Herbst – der Oktober hat eine Menge zu bieten. Die RHEINPFALZ-Leser sind mit offenen Augen durch die reizvolle Nordpfalz gegangen und haben fleißig fotografiert. Herausgekommen sind Bilder und kleine Geschichten über Gruseliges, Leckeres, Knalliges oder einfach nur Hübsches.
Halloween-Horror
Das Ehepaar Illy aus Winnweiler hat ein Faible für Dekorationen in großem Stil. Dabei setzen die beiden aber unterschiedliche Schwerpunkte: Thomas Illy ist der Lichter-Typ – seine Weihnachtsbeleuchtung ist in Familienkreisen und darüber hinaus längst legendär. Im vorigen Jahr hat er beispielsweise das Haus in der Industriestraße mit sage und schreibe 45.000 Birnen geschmückt (wir berichteten). Seine Ehefrau Caroline mag’s dagegen lieber gruselig. Ihr Interesse an Horror sei vor zirka acht Jahren im Zuge ihrer schriftstellerischen Tätigkeit entstanden, teilt sie per E-Mail mit. Nun hat sie passend zum heutigen Halloween-Fest das heimische Gebäude in eine schaurige Atmosphäre getaucht. Viele Utensilien habe sie selbst hergestellt, etwa die Grabsteine und die „Kopflosen“. Zur Ausstattung gehören ferner Skelette, Puppen, Fledermäuse, Spinnen und vieles andere mehr. Eine Nebelmaschine, Licht- und Toneffekte sorgen zusätzlich für die „richtige“ Stimmung. Wer also heute Abend durch die Winnweilerer Industriestraße spaziert, der sollte sich in Acht nehmen.
Auf den Pilz gekommen (1)
25 mal 25 Zentimeter groß, 1,4 Kilogramm schwer: Das sind die beeindruckenden Maße des Riesen-Bovisten, den Ülkü Weber aus Gonbach bei einer Wanderung mit Freunden in der Nähe der Münchweilerer Hohlsteinhütte entdeckt hat. „Ich habe mir ein wenig Wissen über Pilze angeeignet, seit wir in der Pfalz leben. Daher wusste ich gleich, dass dies ein Riesen-Bovist ist“, schreibt Ülku Weber. Fotos von Exemplaren habe sie nicht nur in Fachbüchern, sondern wiederholt auch schon in der RHEINPFALZ gesehen. Den ungewöhnlichen Fund hat die Gonbacherin jedenfalls optimal verwertet: „Ich habe den halben Bovist in Scheiben geschnitten, in Eigelb und Paniermehl gewendet und wie ein Putenschnitzel zubereitet. Dazu gab es Krautsalat.“ Die andere Hälfte sei zum Sohn des Ehepaares nach Rheinhessen „gewandert“. Dieser habe den Bovisten mit Pommes frites, Erbsen und Karotten serviert. Ülkü Weber: „Es schmeckte ihm gut – mir übrigens auch.“ Nur eines ist nicht bekannt: Ob’s zum Pilz auch ein Pils gegeben hat.
Auf den Pilz gekommen (2)
Nicht die Größe, wohl aber die Art des Pilzes ließ unseren Leser Markus Hochstetter beim Spaziergang in der Nähe von Bolanden auf den Auslöser drücken. Der „noch nie begegnete“ veranlasste ihn auch, im Internet zu recherchieren – mit dem Ergebnis, dass es sich um einen Tintenfischpilz handele. „Laut Wikipedia ist dieser bei uns nicht heimisch, sondern wurde eingeschleppt“, so die Auskunft aus dem Netz.
Goldener Oktober
„Ich glaube, heute war der letzte Sonnentag im goldenen Oktober“, schreibt uns Uwe Nielse aus Bolanden zu seinem Foto. Klar, dass eine solche Stimmung einen passionierten Fotografen wie ihn sofort zur Kamera greifen lässt. „Bei der Fahrt durch das Zellertal leuchteten die Weinberge und Zell im goldenen Licht“, erläutert er zu der in Herbstfarben getauchten Weinberglandschaft unter einem von Schleierwolken leicht bezogenen Himmel.
Tiere der Unterwelt
Da geht Mann oder Frau in den Garten, um die ersten Süßkartoffeln zu ernten, und stößt dabei auf ganz ungewöhnliche Erdbewohner. „Beim Ausbuddeln erkannte ich noch nicht, was dort lag, erst später sah ich, was dort ’wohnte’“, schreibt Irmgard Dülmer-Hirsch aus Orbis zu ihrer überraschenden Ernte. „Mit etwas Kreativität wurden dann daraus ,Tiere der Unterwelt’ beziehungsweise ,Lebendes der Unterwelt’ – das trifft es biologisch wohl besser“, meint sie. Vielleicht ist damit der erste Nachweis von Elwetritsche gelungen?
Schlusspunkt zum Ortsjubiläum
Seinem Dank für die „umfangreiche und positive Berichterstattung über unser Göllheimer Festwochenende zur 1200-Jahr-Feier und den Oktobermarkt“ hat Kurt Lahr aus Göllheim noch ein besonders gelungenes Foto vom Schlussspektakel mitgegeben, dem Höhenfeuerwerk. Die Göllheimer Feuerwerkerin Christa Hübner habe einen „glanzvollen Schlusspunkt“ abgeliefert. Es erinnere ihn an die „glanzvolle Zeit“, als der Ortsname Göllheim noch mit „Feistel-Feuerwerk“ eng verbunden gewesen sei.