Donnersbergkreis Donnersberger Echo:

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Geburtstage kann man bekanntlich auf verschiedene Arten feiern. Daheim im engsten Familienkreis, mit Freunden oder man geht schick Essen. Gut, manche verzichten lieber ganz aufs Feiern und verbringen den Tag im Büro. Und wieder andere lassen es so richtig krachen. Winnweiler hat Letzteres am vergangenen Wochenende getan. Eigentlich feiert die Ortsgemeinde das ganze Jahr über Geburtstag. Kann man machen. Schließlich wird man nicht jeden Tag 1125 Jahre. Der Johannismarkt bildete aber den Höhepunkt der Feierlichkeiten – mit Konzerten von Mark Forster oder den Schäfern sowie dem 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Saint-Laurent-Nouan. Keine Frage, es war einiges los vor einer Woche in Winnweiler. „Man hat gesehen, dass wir Konzerte mit 4000 Besuchern stemmen können“, bilanzierte Orts- und Verbandsgemeindebürgermeister Rudolf Jacob am Samstagnacht nach dem Konzert mit Mark Forster auf dem Schlossplatz. Eigentlich war es da schon früher Morgen. Dem Ortschef war das stramme Programm dieses Tages anzusehen, er rannte förmlich von einem auf den anderen Termin. Umso erleichterter war er schließlich verständlicherweise auch, dass alles rund gelaufen ist. Winnweiler hat ein Wochenende erlebt, von dem man noch lange sprechen wird. Natürlich gab es hie und da auch Dinge, die sich so mancher anders gewünscht hätte. Aber bei so einer Veranstaltung alle zufriedenzustellen, das wird man nicht schaffen. Und der Freude über wunderbare Tage sollte das ohnehin keinen Abbruch tun. Gefeiert wird an diesem Wochenende wieder. Nicht in Winnweiler. Dafür unter anderem in Stetten. Dort wird die neue gute Stube der Ortsgemeinde eingeweiht. Die haben die Stetter wirklich schön hingekriegt. Und sie haben einmal mehr gezeigt, was sich über ehrenamtliches Engagement bewegen lässt. Da ist ein Heim entstanden für viele. Halle, Sportheim, Feuerwehrgerätehaus und -Mannschaftsraum, Ratszimmer, Werkstatt für den Gemeindearbeiter und Umkleiden sowie Duschen für die Fußballer. Viele Tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit stecken in dem Schmuckkästchen. Natürlich hat das trotzdem noch Geld gekostet – über 2 Millionen Euro. Aber solche Orte sind wichtig. Wichtig für das Gemeindeleben. Ohne Halle keine Veranstaltungen – ohne Veranstaltungen kein Leben im Ort – ohne Leben im Ort keine Attraktivität. Die Kette ließe sich problemlos verlängern. Wenn sich also so mancher Stetter heute Abend bei einer Partynacht mit der Band Rebel im Dorfgemeinschaftshaus was zu trinken bestellt, dann darf er durchaus auch einmal auf sich selbst anstoßen. Die Sause haben sie sich verdient, die Helfer. Und sie haben ein Werk geschaffen, das wichtig für die Zukunft des Ortes ist. | Sebastian Stollhof

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