Kirchheimbolanden Diesmal zwei Montagsspaziergänge im Landkreis

Römerplatz: Grablichter gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.
Römerplatz: Grablichter gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Am Montagabend war in Kirchheimbolanden wieder ein Spaziergang gegen die Corona-Maßnahmen angesagt. Es war nicht der einzige Protestzug im Donnersbergkreis.

Knapp 200 Menschen trafen sich am frühen Montagabend auf dem Römerplatz in Kirchheimbolanden, um ihr Unverständnis über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufzuzeigen. Es war bereits die dritte als Spaziergang deklarierte Veranstaltung dieser Art in der Kleinen Residenz, in der Vorwoche waren einige Teilnehmer mehr nach Kibo gekommen. Die selbst ernannten Spaziergänger richten sich mit ihren Treffpunkten nach einer Liste, welche die Betreiber einer Chat-Gruppe in dem sozialen Netzwerk Telegram veröffentlichen – dort sind etliche Corona-Protestkundgebungen in der Pfalz und darüber hinaus aufgelistet. Allerdings verweisen die Betreiber gleichzeitig darauf, dass sie nicht als Organisatoren der „Versammlungen beziehungsweise Spaziergänge“ aufträten, sondern dass „jeweils Bürger vor Ort“ verantwortlich seien.

Maskenpflicht in Kibo nicht eingehalten

Wer allerdings das ist, das wurde am Montagabend in Kirchheimbolanden nicht klar – wie auch andernorts. Ein Ansprechpartner gab sich nicht zu erkennen für den ersten Kreisbeigeordneten Wolfgang Erfurt, der daher die Lautsprecheranlage eines Polizeiautos wählte, um die Spaziergänger auf die Maskenpflicht hinzuweisen: Diese Auflage hatte die Kreisverwaltung des Donnersbergkreises in einer Allgemeinverfügung gemacht, die sie gemeinsam mit dem Landkreis Alzey-Worms sowie Stadt und Polizeidirektion Worms in der Vorwoche auf den Weg gebracht hatte. Allerdings hielten sich nur die wenigsten der knapp 200 Teilnehmer an diese Auflage.

Gefordert worden war auch, dass sogenannte Montagsspaziergänge bei der Verwaltung angemeldet werden. Auch dies war laut Erfurt für den Montagabend nicht geschehen. Ob und unter welchen Voraussetzungen eine Veranstaltung für den folgenden Montag gestattet wird, das entscheiden die Verantwortlichen, nachdem sie die Situation mit den Erkenntnissen des jüngsten Spaziergangs neu bewertet haben.

In Rockenhausen fanden sich am Montagabend ebenfalls Spaziergänger zusammen. Dort waren es etwa drei Dutzend. Nach Aufklärung durch die Ordnungsbehörde zogen fast alle Teilnehmer eine Maske auf, der Marsch war recht schnell wieder beendet.

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