NACHRUF „Die Seele der Grünen im Donnersbergkreis“: Zum Tod von Doris Hartelt
Doris Hartelt gehörte seit 1993 den Grünen an und wurde, vor allem im damaligen Streit um den Bau einer Kreismülldeponie auf dem Salzberg bei Göllheim, rasch zu einer ihrer prägenden Persönlichkeiten. Von 1994 an brachte sie zehn Jahre lang die Konzepte und Vorstellungen der Grünen in den Kreistag ein, seit 2004 auch in den Gemeinderat Göllheim und von 2014 bis 2019 in den Verbandsgemeinderat. Bodenständig und pragmatisch habe sie Standpunkte der Grünen „auf die Gegebenheiten vor Ort heruntergebrochen und konkrete Veränderungen vorangetrieben“, so Willenbacher. Über zwei Jahrzehnte stand sie an der Spitze der Donnersberger Grünen.
In den Gremien, in die sie sich eingebracht hat, und in der Öffentlichkeit kannte man sie als kämpferisch, beharrlich und unerschrocken, und ebenso als stets konstruktiv, aufgeschlossen und humorvoll. Ökologische Themen lagen ihr am Herzen, ebenso das Eintreten für Frauenrechte und für soziale Gerechtigkeit. Verantwortung hat sie nie gescheut, stand als Fraktionschefin wie als Kreisvorstandssprecherin ihrer Partei immer an vorderster Front, 2001 ließ sie sich auch als Landratskandidatin in die Pflicht nehmen. Dabei hatte sie beruflich eine anspruchsvolle Agenda zu bewältigen – in dem landwirtschaftlichen Betrieb, den sie mit ihrem Mann organisiert hat, als Fortbildungsreferentin für landwirtschaftliche Themen, in der Kreisverwaltung als Leiterin des Referates Schulen und Gebäudemanagement und zuletzt als Personalratsvorsitzende. Auch ehrenamtlich war sie vielseitig engagiert – in der Kirchengemeinde wie im Schulelternbeirat.
Als Vorstandssprecherin habe Doris Hartelt den Kreisverband der Grünen auch in schwierigen Zeiten zusammengehalten durch ihre Gabe, auf andere zuzugehen. „Klug, herzlich und einfühlsam“ habe sie, so Willenbacher, alles im Blick behalten und so auch den schwächeren Raum geben können.