Donnersbergkreis Die „Hoschder Kerb“ lebt wieder

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Drei Jahre hat die Kerwe im Winnweilerer Ortsteil Hochstein geruht – jetzt ist sie zu neuem Leben erweckt worden. Der Auftakt verlief gesellig und vielversprechend, wenn auch noch in kleinerem Rahmen. Aber immerhin hat es bereits – wie in früheren Jahren – eine Kerweredd gegeben. Und 2015 soll auch wieder ein Umzug durch die „Hoschder“ Straßen ziehen, haben die Verantwortlichen um Ortsvorsteherin Christiane Demmerle angekündigt.

Sehr gut frequentiert war über die Kerwetage der Weinstand vor dem Schulhaus. Ursprünglich sei angedacht gewesen, den Erlös aus dem Weinverkauf im Dorf zu belassen und für die Ortsverschönerung zu verwenden. „Aber die Bilder aus dem Moscheltal haben uns umgestimmt“, betonte Demmerle. Nun wird der gesamte Gewinn für die durch das Hochwasser geschädigten Menschen in unserer Region gespendet. Eröffnet wurde das Kerwetreiben am Samstag mit dem Fassbieranstich durch die Ortsvorsteherin. Bei gutem Besuch sorgten die Ortsbeiratsmitglieder, der Boule-Club und der Schulhaus-Gastronom für das leibliche Wohl und Kerwestimmung rund um das Schulhaus. Hier wurde auch am Sonntagmittag gefeiert, ehe Thomas König auf die Leiter kletterte und einmal mehr die Kerwerede hielt – ob zum 12. oder gar zum 15. Mal, vermochte er selbst nicht zu sagen. Fest steht, dass er allerhand größere und kleinere Missgeschicke seiner Mitbürger zu berichten hatte – zumal er aufgrund der dreijährigen Pause zeitlich etwas ausschweifen konnte. So bilanzierte er humorvoll den fatalen Blitzeinschlag in das Hochsteiner Kreuz und deren Folgen sowie die Bildung eines Ortsbeirates in diesem Jahr. Dass Hochstein erstmals seit der Eingemeindung nach Winnweiler wieder eine(n) eigene(n) Bürgermeister(in) hat, fand ebenso Eingang in die Sammlung wie zwei Wasserrohrbrüche in der Friedhofstraße, die für ein Großaufgebot aus Winnweiler sorgten. Zum Abschluss seiner Rede hatte König für die Zuhörer noch eine Überraschung parat: Er präsentierte am Schulhaus einen Kerwekranz. Aber auch das soll im kommenden Jahr noch ausgebaut werden: Bereits jetzt hat sich nach Angaben der Organisatoren eine kleine Gruppe formiert, die beim nächsten Kerwefest als Straußjugend aktiv sein will. Der Gesangverein Hochstein hatte am Sonntag ein Kerwecafé in der Alten Schule eingerichtet, ehe die Kerwe am Montag mit einem Frühschoppen – der sich bis in die Abendstunden hingezogen hat – ausgeklungen ist. Nach dem gelungenen Start sind Demmerle und ihre Mistreiter überzeugt davon, dass die Kerwe im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden kann. (llw)

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