Lohnsfeld Die „Ehrenbürger“ sind zurück im Storchendorf
Allzu viele gute Nachrichten gibt es derzeit ja nicht. Da ist es schön, wenn in unserer von Corona durcheinander gewirbelten Welt wenigstens ein paar Dinge konstant bleiben. Zum Beispiel der Kreislauf der Natur: „Im Storchen-Dorf Lohnsfeld sind die ,Ehrenbürger’ zurück“, hat uns RHEINPFALZ-Leser Steffen Brack Ende Januar per Mail mitgeteilt – samt Foto, das ein auf einer Straßenleuchte sitzendes Exemplar der Familie Adebar zeigt.
Zwei Pärchen wieder glücklich vereint
Unklar war aber, ob die nahe der Pulvermühle nistenden Vögel tatsächlich schon aus dem Winterquartier zurückgekehrt sind – oder ob es sich bei dem „Laternen-Hocker“ um den Storch handelte, der schon seit mehreren Jahren die heimischen Gefilde dem anstrengenden Flug in den Süden vorzieht. Zweifelsfrei herausfinden lässt sich das nicht – fest steht, dass zur Freude der regelmäßig vorbei schauenden Kiebitze seit voriger Woche die beiden Pärchen im Lohnsbachtal wieder glücklich vereint sind.
Viele fliegen nur noch bis Spanien
Dass die Nester so früh besetzt sind, resultiert wohl aus geänderten „Reisegewohnheiten“ der Störche: Viele von ihnen fliegen nicht mehr bis Afrika, sondern verbringen den Winter auf spanischen Müllkippen. Hier finden sie Nahrung, ehe sie den verkürzten Heimweg antreten. Jetzt hoffen die Nordpfälzer Vogelfreunde, dass sich bald wieder Nachwuchs auf den Masten tummelt. Damit in dieser verrückten Zeit, so Steffen Brack, „wenigstens hierauf noch Verlass ist“.