LOHNSFELD / KAISERSLAUTERN
Der zweite „Strom-Storch“ ist geschlüpft
Bereits im Laufe des Dienstags hatte das Küken ein Loch in die Schale gepickt. „Nachts um eins hatte ich nochmal nachgesehen, da war noch nichts. Als ich am Morgen aufgestanden bin, war es dann da“, berichtet Tide. Anfang Mai hatten mehrere Kurzschlüsse den Horst, den ein Paar auf einem 20-KV-Masten errichtet hatte, unter Hochspannung gesetzt. Kletterspezialisten der Winnweilerer VG-Feuerwehr hatten die im Nest abgelegten Eier aus luftiger Höhe gerettet und der Wildtierhilfe übergeben.
In deren Inkubator hatte in der Nacht auf Montag das erste Adebar-Baby das Licht der Welt erblickt. Er habe die beiden Jungen nun aus dem Brutkasten geholt und in eine Wärmebox gelegt, so Tide weiter. Zudem sei das Ältere, von der RHEINPFALZ „Volti“ getauft, erstmals gefüttert worden: Ein Video zeigt, dass es Leckereien wie Heimchen (Hausgrillen) oder Larven mit großem Appetit verschlungen hat. Sein Geschwisterchen (wie wär’s mit „Kurzer“?) hat sich derweil an den oder die Große(n) gekuschelt – die Geschlechter sind bei Störchen ohnehin und erst Recht in diesem Alter schwer zu unterscheiden – und erholt sich noch ein wenig von der anstrengenden Geburt.
Was wird aus dem dritten Ei?
Nicht nur der Ersatz-Papa ist gespannt, ob auch das dritte von ihm behütete Ei – zwei Exemplare im Nest waren unbefruchtet – einen Jungvogel in die Welt entlässt. Läuft weiter alles glatt, will Tide, der berufstätig ist und die Wildtierhilfe ehrenamtlich betreibt, den Nachwuchs am Wochenende ins südpfälzische Bornheim bringen und den Experten der dortigen Storchenscheune übergeben. Vielleicht hat er dann ja sogar ein Trio im Gepäck ...
Spendenkonto
Wildtierhilfe Kaiserslautern der Tierhilfe Pfalz e.V., Sparkasse, Kaiserslautern, Iban DE89 5405 0220 0000 5566 62.