Volleyball RHEINPFALZ Plus Artikel Der Verband zieht die Reißleine

Coronabedingt gibt es vorerst keine Volleyballheimspiele in Alsenz.
Coronabedingt gibt es vorerst keine Volleyballheimspiele in Alsenz.

Seit Mittwoch ist es für die Volleyballriege der Turn- und Sportgemeinde Alsenz klar: Es wird keine Spielsaison 2020/21 geben. Nachdem der Saisonstart zwischenzeitlich bereits von Anfang September auf den 31. Oktober – nach den Herbstferien – verschoben wurde, kam nun das endgültige Aus.

Die offizielle Erklärung des Volleyballverbandes Rheinhessen (VVRh) lautet: Eine ordnungsgemäße und sichere Durchführung des Spielbetriebes in unseren Ligen (Kreisklasse bis Rheinhessenliga) ist in der Saison 2020/21 nicht möglich. Für die Insider war dies keine Überraschung. Zu viele Vereine kämpfen seit Monaten mit Hygienekonzepten sowie der Freigabe von Sporthallen und können nur eingeschränkt, beziehungsweise überhaupt nicht trainieren. Hinzu kommt die allgemeine Entwicklung der Corona-Zahlen, betroffen sind Rheinhessen mit hohen Infektionszahlen in der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen.

TuS-Abteilungsleiter Peter Heß hält dies für die einzig richtige Entscheidung, nimmt aber auch seit geraumer Zeit wahr, wie die Meinungen auseinandergehen und selbst die drei Bezirksverbände in Rheinland-Pfalz keine Einigung erzielen konnten. Der VVR (Rheinland) hat bereits frühzeitig den Saisonstart auf Januar 2021 verschoben, der VVP (Pfalz) hält wohl aktuell noch am 31. Oktober fest, während der VVRh (Rheinhessen) nun die Reißleine zumindest für den Aktivenbereich gezogen hat; bei der Jugend überlegt man noch.

Die Halle wird saniert

Für die TuS war die Vorbereitung auf eine mögliche Saison bereits ein Spießrutenlaufen. Nach Abstimmung eines Hygienekonzeptes für die Schulsporthalle in Alsenz mit der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land war man froh, den Trainingsbetrieb zumindest für das Damenteam in den Sommerferien wieder aufnehmen zu können. Für die Teilnehmerinnen und Coach Heß war das Üben unter Corona-Bedingungen eine neue Erfahrung, verbunden mit vielen Mehraufwänden durch Einhalten der Vorgaben, das Führen von Teilnehmerlisten und Reinigungs- sowie Desinfektionsmaßnahmen.

Seit Schulbeginn im August ist die Sporthalle wegen nicht abgestimmter Corona-Festlegungen durch die Behörde gesperrt, zusätzlich erschwert durch Sanierungsarbeiten in der Halle, die bis Jahresende andauern sollen. So kommt der Saisonabbruch den Nordpfälzerinnen sogar entgegen, die Ausrichtung von Heimspielen wäre schwierig geworden.

Damentraining wieder aufnehmen

Alsenz hat sich bereits im September dazu entschieden, keine Jugendteams für die VVRh-Meisterschaften zu melden. Die TuS wird in diesem Jahr keine Übungsstunden mehr für die Jugendgruppen anbieten, möchte aber gerne den Trainingsprozess für das Damenteam wieder aufnehmen, auch um die nachrückende Generation zu integrieren und weiterzuentwickeln. Außerdem überlegt der Verband, sollte es die Situation zulassen, wovon realistisch gesehen nicht auszugehen ist, ab Januar einen modifizierten Spielbetrieb ohne die klassische Wertung (Meister, Auf- und Abstieg) zu organisieren.

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