Donnersbergkreis „Das war heute ein Sieg des Willens“
WINNWEILER. War das die erhoffte Wende zum Guten? Nach mehreren deftigen Niederlagen zuletzt besiegte Verbandsligist ASV Winnweiler Aufsteiger Eintracht Bad Kreuznach verdient mit 4:0 (1:0) und machte in der Tabelle einen Sprung vom vorletzten auf den 13. Tabellenplatz.
In den ersten Minuten des Spiels war den Hausherren die Verunsicherung noch anzumerken. Die Aktionen wirkten gehemmt, und die Gäste brachten mit zwei Freistoßflanken Gefahr vor das Tor des ASV. Dann aber die vielleicht spielentscheidende Szene, die Hausherren gingen mit ihrem ersten Angriff in Führung. Fabian Schmitt zog aus 23 Metern ab, Gästetorhüter Ivan Tadic ließ nach vorne abprallen, Alexander Matinski, der in den folgenden 85 Minuten ein enormes Laufpensum abspulte, stand goldrichtig und schob zum 1:0 ein. Der Treffer wirkte befreiend auf die Aktionen der Gastgeber, die jetzt mit frühem Pressing den Gegner im Spielaufbau störten und selbst mit schnellen Angriffen für Gefahr sorgten. Vier Minuten nach der Führung landete eine schöne Kombination über Schmitt und Waldemar Schneider, der wieder auf der Zehn agierte und damit dem Offensivspiel des ASV mehr Druck und Torgefahr verlieh, bei Christian Vollmer. Der legte sich aber einen Tick zu weit vor, scheiterte an Tadic. Der ASV konnte die Gäste gut vom eigenen Tor weghalten, und nach einer resoluten Balleroberung von Schneider, nicht nur hier war eine andere Körpersprache als zuletzt erkennbar, landete der Ball über Matinski bei Schmitt. Der hatte eine gute Position traf die Kugel aber nicht richtig. Mitte der ersten Hälfte wurde die Partie wieder ausgeglichener und umkämpfter. Längere Ballpassagen hatten jetzt Seltenheitswert, beide Teams taten sich schwer, gezielte Angriffe zu initiieren. Nach dem Seitenwechsel war es wieder der erste richtige Angriff, den die Hausherren in einen Treffer ummünzten. Nach weitem Abschlag von Assel wurde Schmitt im Strafraum umgerissen. Den fälligen Elfmeter verwandelte er selbst zum 2:0. Jetzt kehrte auch die Spielfreude beim ASV zurück. Doch die Gäste hatten noch einmal eine gute Chance heranzukommen, aber Assel parierte den Schuss von Tim Hulsey. Danach hob Schneider den Ball über die Abwehr, aber Marco Petrusch kam gegen Tadic einen Schritt zu spät. Dann probierten sie es umgekehrt. Petrusch setzte den Heber an, und Schneider verwandelte hoch in die Ecke zum 3:0. Von den Gästen kam jetzt noch etwas. Petrusch passte in den Lauf von Schmitt, der umkurvte den Torwart und schob zum 4:0 ein. „Das war heute das wahre Gesicht des ASV. Jeder hat für jeden gekämpft. Heute wurde die Defensive entlastet und man hatte Zeit sich richtig zu stellen“, sagte ein gelöster Lukasz Dreger nach Spielschluss. In die gleiche Kerbe hieb auch ASV-Trainer Jürgen Giehl: „Das war heute ein Sieg des Willens. Im Spiel gegen den Ball eine klare Leistungssteigerung. Für den Einsatz und die Laufbereitschaft muss ich meinem Team ein Kompliment machen.“ Gästetrainer Thomas Wunderlich: „Wir sind bestraft worden für Dinge, die wir vorher angesprochen haben. Wir waren zu weit weg vom Gegner und haben dafür Lehrgeld bezahlt. Winnweiler hat sein Spiel gut umgesetzt, deshalb ist der Sieg auch verdient.“ Sport So spielten sie ASV Winnweiler: Assel - Siebecker, Dreger, Scharfenberger - Geißler, Tim Giehl (74. Orschiedt), Matinski - Vollmer (58. Petrusch), Schneider, Hertel - Schmitt (78. Schwab) |bsl