Donnersbergkreis Das neue Herzstück des Vereins

„Ohne diesen Platz würde der ASV über kurz oder lang sowohl im Aktiven- als auch im Jugendbereich ins Hintertreffen geraten.“ Das hat Heinz Moosmann, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit des Allgemeinen Sportvereins (ASV) Winnweiler, vor mehr als 60 Gästen im Sportheim bei der feierlichen Eröffnung des Kunstrasenplatzes betont. Nach erheblicher Schufterei sei das Spielgelände am Rauhen Weg nun der Mittelpunkt des Vereinslebens. Hervorgehoben wurde aber auch, dass das Fußballfeld nicht allein dem ASV zugute kommt: Schulen und Vereine aus der Verbandsgemeinde können den Platz ebenfalls nutzen.
Moosmann dankte allen Unterstützern des mit insgesamt 425.000 Euro größten Projekts der Vereinsgeschichte. Das Ringen um die Finanzierung (wir berichteten) sowie die ganze Plackerei habe sich gelohnt. Der ASV sei stolz darauf, die Mammut-Maßnahme gestemmt zu haben. Der Kunstrasenplatz ermögliche hervorragende Trainingsbedingungen, das „Vagabundentum“ zwischen den Rasenplätzen der Winnweilerer Schulen und dem Sportheim habe endgültig ein Ende. Moosmann verwies auch auf die 1200 Arbeitsstunden, die auf das Konto der ehrenamtlichen Helfer gehen: Diese hätten ein Dreivierteljahr unter der Leitung der „Arbeitsbienen“ Sergej Schur und Alex Schönmaier unermüdlich Samstag für Samstag bei Wind und Wetter geschleppt, gepflastert und gezäunt. Doch Moosmann hatte auch einige kritische Anmerkungen parat. So zeigte er sein Unverständnis über „das Unwesen des deutschen Steuerrechts“. Etwa 80.000 Euro Mehrwertsteuer steckten in dem Kunstrasen – Geld, das der Verein eigentlich erstattet bekäme. Doch welcher Betrag letzten Endes tatsächlich zurück in die ASV-Kasse fließt, hänge nach dem Steuerrecht vom Anteil der am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften ab, für die der Verein Eintrittsgelder kassiert. „Wir werden sozusagen dafür bestraft, dass wir ein Verein sind, der Wert auf intensive Jugendarbeit legt und für diese Spiele keinen Eintritt nimmt. Denn somit wird die Erstattung wesentlich geringer ausfallen“, so der Vorstand. Wie groß die Bedeutung der neuen Spielfläche ist, belegte Moosmann unter anderem mit dem steigenden Umsatz im Wirtschaftsbetrieb. Allein die Möglichkeit, auf Kunstrasen zu spielen, wecke bei vielen Spielern der Jugend- und Aktivenmannschaften Begehrlichkeiten. „Doch die Arbeit ist nicht zu Ende. Als nächstes planen wir, die Umkleidekabinen zu erweitern und modernisieren sowie das Sportheim zu sanieren“, blickte Moosmann bereits in die Zukunft. Zahlreiche geladenen Gäste haben dem ASV zum neuen Spielfeld gratuliert. „Dieses Geld ist sehr gut angelegt“, wies Bürgermeister Rudolf Jacob auf die getätigten Zuschüsse der Orts- und Verbandsgemeinde hin. Kreisvorsitzender Udo Schöneberger im Namen des Südwestdeutschen Fußballverbandes, der erste Kreisbeigeordnete Wilfried Pick sowie Andreas Kampmann von der Kunstrasen-Bauleitung richteten freundliche Grußworte an den Verein. Auch Vertreter benachbarter und befreundeter Vereine wie des SV Alsenbrück-Langmeil oder des FV Rockenhausen waren vor Ort und überreichten eine kleine Spende. Abgerundet wurde die feierliche Einweihung am leider regnerischen Maifeiertag mit Turnieren der Jugendmannschaften. Selbstverständlich auf Kunstrasen – dem neuen Herzstück des Vereins… (fsm)