KIRCHHEIMBOLANDEN
Corona: „Größeres Ausbruchsgeschehen“ bei Schulen und einer Kita
Es sind die jüngsten Schüler an der Integrierten Gesamtschule in Eisenberg, die sich jetzt mit dem Coronavirus infiziert haben, wie die Kreisverwaltung des Donnersbergkreises am Freitag mitgeteilt hat: 13 Kinder besuchen eine fünfte Klasse, acht Kinder eine sechste Klasse. Aus einer anderen fünften Klasse haben sich drei Kinder, aus einer weiteren sechsten Klasse ein Kind angesteckt. Positive Testergebnisse hatten auch zwei Schüler einer achten Klasse und ein Schüler einer siebten Klasse, hieß es am Abend vom Sprecher der Kreisverwaltung.
„Nach aktuellem Stand sind vier komplette Klassen in häuslicher Quarantäne und können sich entsprechend der Vorgaben des Gesundheitsamts nach fünf Tagen frei testen. Dies gilt auch für geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler“, heißt es in einem Brief von Direktorin Christa Mayer an die Eltern. Alle Kinder, die infiziert sind, besuchten in der Martin-Luther-Straße 12 das Gebäude 1 der Schule, die mit zwei Standorten in Eisenberg vertreten ist.
Trägerin der IGS ist der Kreis, Landrat Rainer Guth (parteilos) hofft, dass die Schüler rasch genesen. Er sagt: „Leider trifft es hier überwiegend die Altersgruppe, für die noch kein Impfangebot zur Verfügung steht. Wir hoffen darauf, dass sich das bald ändert und dieser Altersgruppe auch ein Impfangebot gemacht werden kann, um künftige Ausbrüche dieser Art zu verhindern.“
Sieben Fälle in der Kita Dannenfels
Stärker betroffen vom Corona-Ausbruch ist auch die Kindertagesstätte in Dannenfels. Sieben Kinder der Einrichtung haben sich laut Kreisverwaltung infiziert. Auf Empfehlung des Gesundheitsamtes bleibt die gesamte Einrichtung vorerst bis einschließlich Mittwoch geschlossen, sagte am Freitag die Leiterin der Einrichtung, Margit Kern. Alle Kinder würden zu einem Test-Termin ins Gesundheitsamt eingeladen, so dass die Ergebnisse bis Mittwoch vorliegen könnten für weitere Entscheidungen. Kern hat auch Anlass zu Kritik: „Sehr enttäuscht“ seien die Erzieherinnen darüber, dass ihnen selbst kein PCR-Test angeboten werde, „obwohl unsere Impfungen schon über ein halbes Jahr zurückliegen“, so Kern. Wer sich sicher sein wolle, müsse sich privat um einen Test kümmern, habe das Team erfahren.
Dass die Kita in diesem Fall ganz geschlossen werde, begründet das Gesundheitsamt mit dem offenen Konzept, das dort praktiziert wird, es werde also nicht mit geschlossenen Gruppen gearbeitet, was eine genaue Kontaktverfolgung nicht möglich mache.
Zwei Fälle sind in der Grundschule Sippersfeld und einer in der IGS Rockenhausen aufgetreten. In Sippersfeld sei eine zweite Klasse betroffen und müsse noch am Montag zuhause bleiben und sich testen lassen, so die Auswirkungen auf die dortige Grundschule. Der übrige Unterricht laufe weiter, so die Auskunft der stellvertretenden Schulleiterin Marion Malo. Ein weiteres Kind einer anderen Klasse, das direkt Kontakt mit einem der betroffenen Kinder hatte, müsse auch zuhause bleiben und sich testen lassen. In der IGS Rockenhausen läuft der Unterricht weiter, jedoch müssen sich die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Jahrgangsstufe regelmäßig testen und durchgehend Masken tragen, so Schulleiter Dirk Melzer.