Donnersbergkreis Chancen nicht genutzt

Hier kommt Speyers Marvin Sprengling gegen den Rüssinger Torwart Evandro Rachoni de Lima zu spät, in der 75. Minute aber trifft
Hier kommt Speyers Marvin Sprengling gegen den Rüssinger Torwart Evandro Rachoni de Lima zu spät, in der 75. Minute aber trifft er zum 1:0.

«Speyer.» In einem vor allem in der ersten Halbzeit ausgeglichenen Spiel hat der TuS Rüssingen in der Verbandsliga beim FC Speyer 09 mit 0:1 (0:0) verloren und bleibt damit im Abstiegskampf stecken.

Die Mannschaft von Akgün Yalcin war von Anfang an darauf bedacht, hinten sicher zu stehen und auf keinen Fall ein Gegentor zu kassieren. Gerade in der ersten Halbzeit gelang dies auch enorm gut, spielte Speyer doch oft zu kompliziert oder verhedderte sich in wenig effektiven Einzelaktionen. Der TuS hatte in einer ereignislosen ersten Halbzeit zudem die einzige hochkarätige Torchance, als der rechte Mittelfeldspieler Tiago da Silva frei vor Speyers Torwart Christoph Böhm scheiterte. In der zweiten Halbzeit brachte FC-Trainer Ralf Gimmy in Eric Haussler einen neuen Offensivmann, und die Gastgeber gingen direkt engagierter zu Werke. Rüssingen hatte nun deutlich mehr Probleme, die mit mehr Druck und Dynamik vorgetragenen Angriffswellen der Gastgeber in Schach zu halten. Dies resultierte in vermehrten Einschussmöglichkeiten für den FC, der unter anderem in Person der Außenspieler Marc Thau und Nathan Esslinger am Aluminium scheiterte. Speyer konnte die ersten guten 20 Minuten jedoch nicht nutzen und eröffnete die Chance für Rüssingen, an mehr als einen Punktgewinn zu glauben. In der 67. Minute war es dann auch der sehr aktive TuS-Stürmer Marcelo Oliveira, der nach einem Standard aus fünf Metern nur noch einköpfen musste, den Ball jedoch Zentimeter über die Querlatte lenkte. Eine vergebene Chance, die den Gästen noch teuer zu stehen kommen sollte. Gut zehn Minuten später war es nämlich FC-Stürmer Marvin Sprengling, der aus 20 Metern Maß nahm und den Ball im rechten unteren Eck platzierte. Gästekeeper Evandro Rachoni de Lima, dem anscheinend die Sicht versperrt war, sah bei dem an sich langsam geschossenen Ball nicht gut aus. Gerade moralisch war dies ein herber Schlag für seine Mannschaft, die sich davon nicht mehr erholte und die letzte Viertelstunde froh sein musste, nicht noch ein weiteres Gegentor kassiert zu haben. Yalcin zeigte sich dementsprechend unzufrieden mit dem Ergebnis: „Ein Unentschieden wäre in Ordnung gewesen und hätte dem Spielverlauf sicherlich mehr entsprochen. Wir hatten zwei hundertprozentige Chancen, die wir leider nicht nutzen. Wir wussten ja, dass aufgrund unserer offensiven Ausfälle nach vorne nicht allzu viel gehen wird, daher wäre ein Punkt im Abstiegskampf Gold wert gewesen.“ Rüssingen bleibt bei 23 Punkten nach 24 Spielen auf Platz 13 der Verbandsliga-Tabelle stecken und hat sechs Punkte Abstand auf die SG RWO Alzey, die auf dem ersten Abstiegsplatz steht. Sport So spielten sie TuS Rüssingen: Rachoni de Lima - Mashadi, De Souza, Oliveira Silva, Park - Da Silva, Borghetti, Dos Santos, Sanyang - Dzijan, Oliveira.

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