Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Borg Warner: Zu früh, um geplantes Aus für Verbrenner zu kommentieren

Neuzulassungen mit Diesel- oder Benzinantrieb soll es nach dem Willen des EU-Parlaments ab 2035 nicht mehr geben.
Neuzulassungen mit Diesel- oder Benzinantrieb soll es nach dem Willen des EU-Parlaments ab 2035 nicht mehr geben.

Das endgültige Aus für Automobile mit Verbrennungsmotor ab 2035 steht im Raum – hat das Auswirkungen auf den Borg-Warner-Standort Kirchheimbolanden?

Weniger als drei Prozent seines Umsatzes machte der weltweit tätige Automobilzulieferer im Jahr 2021 im Bereich Elektrofahrzeuge. Eben jenen soll nach einem Beschluss des EU-Parlaments ab dem Jahr 2035 eine deutlich größere Bedeutung zukommen als momentan. Denn ab dann sollen Verbrennungsmotoren bei Neuzulassungen tabu sein.

Borg Warner: „Hochgesteckte Ziele“

Welche Auswirkungen hätte ein solch radikaler Wandel für den Standort Kirchheimbolanden, für den Betriebsrat und IG Metall zuletzt das Fehlen zukunftsweisender Projekte angemahnt hatten? Nun, eine Aussage dazu sei derzeit nicht möglich, sagt eine Borg-Warner-Sprecherin. „Wir können und wollen zu einem eventuellen Beschluss keine Prognose abgeben.“ Schließlich sei noch nichts spruchreif, müssten auch die EU-Mitgliedsstaaten den Plänen des Parlaments zustimmen, erläutert sie. Heißt: Der Verkaufsstopp für neue Privat-Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit Diesel- oder Benzinantrieb ab 2035 ist längst keine beschlossene Sache.

Konzernweit verfolge Borg Warner „hochgesteckte E-Ziele bis 2030“. Schon bis dahin soll der Umsatzanteil aus Verkäufen für E-Fahrzeuge von den aktuell unter drei auf rund 45 Prozent angestiegen sein. „Wir orientieren uns an unserem globalen Ziel, das wir vor einem Jahr gesteckt haben“, sagt die Sprecherin.

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