Donnersbergkreis Bolzplatz-Konzept zu teuer

Rund 64.000 Euro soll die Wiederherstellung des Bolzplatzes am Bürgerhaus nach einer Kostenschätzung kosten. Weil das über die finanziellen Verhältnisse der Ortsgemeinde Münchweiler hinausgeht, hat sich der Ortsgemeinderat zu einem neuen Konzept entschieden.
Die Gemeinde hatte zunächst auf den Kooperationsverbund mit Winnweiler gehofft, um Landesmittel für die Gestaltung des Platzes zu erhalten. Doch vor wenigen Tagen kam die Absage aus Mainz. „Wesentliche Voraussetzungen seien nicht erfüllt“, so die Argumentation, berichtete Ortsbürgermeister Christoph Stumpf (SPD). Das vorliegende Konzept sieht einen Tennenbelag mit Drainage vor. Allerdings auch einen Bodenaustausch von 400 Kubikmetern, der viel Geld kosten soll. Aus Fördermitteln erwartet die Kommune etwa 20.000 Euro. Der verbleibende Betrag sei aufgrund der Haushaltslage der Gemeinde nicht vertretbar, so Stumpf. „Es muss was gemacht werden“, sagte SPD-Ratsmitglied Ulli Maul, doch nicht um jeden Preis. Dringend notwendig sei seiner Meinung nach der Ballfangzaun und die Einfassung. „Münchweiler braucht keinen bundesligatauglichen Platz, lediglich einen alltäglichen Bolzplatz“, so Maul. Auch Ratsmitglied Tanja Dautermann (SPD) sah die Kosten als hoch an. Sie regte an, für die Wiederherstellung des Platzes Einwohner zu Eigenleistungen zu motivieren – sei es mit der Schaufel oder mit technischem Gerät. „Diesen Betrag kann man für einen Bolzplatz nicht ausgeben“, meinte CDU-Ratsmitglied Erik Jennewein. Eigentlich kämen nur Eigenleistungen in Frage. Karl Landfried (CDU) hielt es für denkbar, den Boden zu belassen und die neue Tragschicht darauf aufzubringen. Der Aufwand, den Boden abzutragen, könne man auf diese Weise einsparen. Einstimmig beschloss das Gremium, einen Antrag auf Förderung des Landes aus dem Investitionsstock zu stellen. Mit dem neuen Konzept wird sich der Gemeinderat in einer weiteren Sitzung befassen. (llw)