Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel „Blind Date“ für Dannenfels und Enkenbach

 Nils Merz vom TuS Bolanden (hinten) versucht Simon Frey vom TuS Dannenfels zu entkommen.
Nils Merz vom TuS Bolanden (hinten) versucht Simon Frey vom TuS Dannenfels zu entkommen.

Es wird ein Duell zweier Teams, das es so in einem Pflichtspiel in der jüngeren Vergangenheit nicht gab. Der Verlierer muss sich nach unten orientieren.

Wenn der TuS Dannenfels am Samstag, 16 Uhr, auf seinem eigenen Rasenplatz den SV Enkenbach empfängt, wissen auch die Trainer nicht genau, was sie erwartet. „Für uns ist Dannenfels eine Wundertüte“, sagt Christoph Scharfenberger, der zusammen mit Philipp Wißmann den SV Enkenbach verantwortlich als spielender Trainer coacht. „Als ich vor mehreren Jahren für Enkenbach gespielt habe, waren wir im Kreis Kaiserslautern unterwegs. Dann bin ich zum ASV Winnweiler, dort waren wir aber eben in höheren Spielklassen unterwegs. Ich weiß nur, dass sie mit Halim Januzi einen Spieler in den eigenen Reihen haben, der schon höherklassig gespielt hat“, sagt der Spielercoach und betont: „Für uns Trainer und Spieler ist das alles neu.“

Enkenbach hofft auf Trendwende

In der vergangenen Spielzeit stiegen die Enkenbacher aus der C-Klasse Süd als Meister in die B-Klasse auf. Dort wurden sie in die eher ungewohnte Nordstaffel gesteckt. „Unser Ziel ist es, dass wir uns in der B-Klasse etablieren. Danach sieht es ja eigentlich derzeit auch aus“, sagt Scharfenberger und betont: „Wir haben einen erstaunlich guten Saisonauftakt gehabt. Zuletzt lief es nicht so gut. Wir haben halt noch einige Dämpfer, wollen einfach konstanter werden. In Dannenfels wollen wir, wenn möglich, wieder punkten.“

Zuletzt war Philipp Wißmann bei den Enkenbachern der Coach, der von außen dirigierte. Scharfenberger spielte draußen. Gut möglich, dass beide Trainer am Samstag auf dem Feld stehen. „Egal, ob der Rasenplatz in Dannenfels klein oder groß ist. Wir haben einige Ausfälle, andere haben sich zurückgemeldet. Wir wollen nach den schwachen Ergebnissen einfach wieder erfolgreich sein“, sagt Christoph Scharfenberger, dessen Team aktuell mit 13 Punkten auf dem sechsten Tabellenrang der B-Klasse Nord steht. Allerdings haben die Enkenbacher in den letzten vier Spielen keinen Sieg landen können. Der letzte Dreier war das 4:1 gegen den TuS Ramsen. Danach gab es für das Duo Wißmann/Scharfenberger Niederlagen auswärts bei der SG Münchweiler/Gerbach/Niederhausen (0:1), zu Hause gegen den TuS Stetten (2:5) und beim SV Imsbach (2:5). Bei der SpVgg Gauersheim reichte es zu einem 2:2. Der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz ist für den Aufsteiger somit auf mittlerweile neun Punkte angewachsen.

Dannenfels kommt nicht vom Fleck

Der TuS Dannenfels ist seit drei Begegnungen ohne Sieg. Am 28. September feierte das Team von Trainer Dennis Becker zu Hause noch einen furiosen 7:1-Erfolg über die zweite Mannschaft des SV Alsenborn. Doch aus der erhofften Erfolgsserie wurde nichts. Beim TuS Bolanden mussten die Dannenfelser eine Woche später im Derby eine klare 2:6-Niederlage einstecken. Dann folgten zwei Punkteteilungen. Nach dem 3:3 zu Hause gegen den TuS Ramen kam das Team am vergangenen Wochenende zu einem 2:2 bei der SG Münchweiler/Gerbach/Niederhausen.

In der Tabelle stehen die Dannenfelser derzeit nur auf dem achten Rang. Mit elf Punkten hat die Becker-Elf allerdings nur zwei Zähler weniger als der kommende Gegner SV Enkenbach. Mit einem Sieg könnte der TuS einen großen Sprung nach vorne machen – und den Abstand auf die Abstiegsplätze vergrößern. Der Ligadrittletzte ASV Winnweiler, der den derzeit wohl ersten Abstiegsrang belegt, ist aktuell nur drei Punkte weg.

Was für den TuS Dannenfels gilt, gilt allerdings auch für den SV Enkenbach. Der Blick beider Teams geht derzeit eher nach unten als nach oben. Beide Teams kämpfen am Samstag vor allem um Punkte für den Ligaverbleib. Es könnte ein sehr enges und intensives Spiel werden.

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