Donnersbergkreis Bewerbungen liegen auf dem Tisch
Die Kreisverwaltung hat grünes Licht gegeben, und auch der Verbandsgemeinderat hat zugestimmt: Für die Stelle eines hauptamtlichen Wehrleiters in Winnweiler sind acht Bewerbungen eingegangen. Diese werden nun gesichtet. Wann genau dieser seinen Dienst antreten wird, ist noch nicht klar. Winnweiler wird damit aber die erste Verbandsgemeinde im Donnersbergkreis sein, die für ihre Feuerwehr einen hauptamtlichen Leiter einstellt.
Gestern Vormittag hatte sie Rudolf Jacob auf dem Schreibtisch in der Verbandsgemeindeverwaltung in Winnweiler liegen, die acht Bewerbungen für die Stelle eines hauptamtlichen Wehrleiters. Diese gilt es nun zu sichten. Der Bürgermeister wird das nicht alleine tun, sondern zusammen mit Christoph Stumpf. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat und Ortsbürgermeister von Münchweiler ist hauptberuflich stellvertretender Leiter der Flugplatzfeuerwehr auf der Air Base in Ramstein. Deswegen sei es auch ein Wunsch der Mitglieder des Verbandsgemeinderates gewesen, dass Stumpf bei der Sichtung der Unterlagen dabei ist. Auch Hans-Peter Dech, Wehrführer aus Sippersfeld, oder Michael Appel, der Münchweilerer Wehrführer, werden dabei sein. „Je nachdem, wer von den beiden Zeit hat“, so Jacob Hinzu kommt der Personalrat. Diese Gruppe wird auch die Vorstellungsgespräche führen. „Letztlich muss dann aber der Verbandsgemeinderat über die Einstellung entscheiden“, berichtet Jacob. In diesem ist das Thema hauptamtlicher Wehrleiter intensiv diskutiert worden. Mit 14:7 Stimmen hatte sich das Gremium dafür entschieden. Es gehe darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen. „Früher oder später wird es vermutlich flächendeckend so kommen“, vermutet der Bürgermeister. Derzeit gebe es in Rheinland-Pfalz nur die Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, die sich einen hauptamtlichen Wehrleiter leistet, so Jacob. Der Verbandsgemeinderat hatte in seiner Sitzung im Februar die Verbandsgemeindeverwaltung beauftragt, ein Stimmungsbild aller Feuerwehrangehörigen in der VG zu diesem Thema einzuholen. Eine große Mehrheit der 248 aktiven Wehrleute habe sich für eine hauptamtliche Leitung ausgesprochen. Die Stelle sei bundesweit in Fachforen ausgeschrieben worden. „Und es sind auch Bewerber aus der gesamten Bundesrepublik dabei, aber auch von vor Ort“, berichtet Jacob. Voraussetzungen für diesen Posten sind unter anderem eine abgeschlossene Prüfung im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst, eine uneingeschränkte Diensttauglichkeit, aber auch, dass der künftige Wehrleiter in der Verbandsgemeinde Winnweiler wohnen soll. Wer dessen Stellvertreter wird, ist laut Jacob übrigens noch nicht klar. Der bisherige ehrenamtliche Wehrleiter Robert Blanz bleibe so lange im Amt, bis sein Nachfolger den Dienst antrete. Wann das sein wird, ist noch nicht klar. „Wir wollen da auch niemandem zumuten, dass er Hals über Kopf irgendwo seine Zelte abbrechen muss.“ Der bisherige stellvertretende Wehrleiter Wolfgang Radlinger werde dann auch zurücktreten und den Weg frei machen, damit ein Stellvertreter neu von den Wehrführern gewählt werden kann. „Robert Blanz und Wolfgang Radlinger befürworten beide einen hauptamtlichen Wehrleiter“, berichtet Jacob. Blanz habe bereits signalisiert, als Stellvertreter kandidieren zu wollen. Die Kosten für die Stelle eines hauptamtlichen Wehrleiters refinanziere sich im Wesentlichen durch Einsparungen. So könne der neue Leiter Aufgaben des Feuerwehrsachbearbeiters übernehmen, Dieser wiederum habe dann Kapazitäten frei, um in der Flüchtlingsarbeit mitzuhelfen. „Das haben wir bisher mit dem vorhandenen Personal gestemmt“, sagt der Bürgermeister. Zudem spare man künftig unter anderem Honorare für Externe, die Feuerwehrpläne für die VG erstellt hatten, etwa Brandschutzkonzepte oder Bestuhlungspläne für Veranstaltungen. |ssl/llw