Donnersbergkreis Beim Schläfer-Team läuft’s wie geschmiert

Würzweiler. Den furiosen Start überbewerten? „Um Himmels Willen“, warnt Gerd Schläfer und legt nach: „Das täuscht ein bisschen.“ Für den Kapitän und seinen TTV Würzweiler läuft es in der Bezirksklasse Westpfalz Nord wie geschmiert.
Nachdem die fünf Schläfers und Stephan Lindner 2013/14 durch das untere Mittelfeld gurkten, greifen sie jetzt mit 9:3-Punkten oben an. Eine Momentaufnahme. Die richtigen Schwergewichte warten noch, weiß der Mannschaftsführer. „Ich will nicht schwarzmalen. Aber da muss man ehrlich sein und sagen, dass es bestenfalls ein Mittelfeldplatz wird“, glaubt Gerd, der routinierteste der fünf Würzweilerer Schläfers. „Wir dürfen da nicht übertreiben.“ Es wäre ja auch vermessen: Zweimal in Serie ergatterte sein Sextett 22:22-Punkte, über das gefestigte Mittelfeld kommt es selten hinaus. Sogar der Abstieg war in den letzten beiden Saisons ein Thema, mit dem sich der TTV wohl oder übel beschäftigen musste. Geändert habe sich nichts – obwohl 9:3-Zähler aktuell den dritten Rang zementieren. Für die Würzweilerer berauschend, deren Nervenkostüm oft strapaziert wird. „Wir sind froh, dass wir die Punkte haben. Die sind gegen den Abstieg. Wir hatten bis jetzt ja auch nur Mannschaften, die unten stehen“, begründet Schläfer den Sturmlauf Richtung Bezirksklasse-Spitze. Er hat Recht: Otterbach, Frankenstein, Alsenbrück-Langmeil II, die drei Tabellenletzten. Versteht sich von selbst, dass es beim TTV so sonnig nicht weiterlaufen kann. Schon heute (20 Uhr) empfängt er den starken TTC Börrstadt – Bezirksliga-Absteiger, Top-Club, Favorit auf den Aufstieg. „Wenn Börrstadt komplett ist, haben wir nichts drin. Es kommt immer drauf an, wer fehlt“, redet Schläfer Klartext. „Wir müssen aufpassen, nicht hinten rein zu rutschen. Das kann ganz schnell gehen.“ Der gute dritte Platz: Wahrscheinlich ein kurzweiliger Leckerbissen. (ppp)