Kirchheimbolanden
Begegnung der Kunst: „Ganz schön alt und jung geblieben“
„Ganz schön alt und jung geblieben“: Die diesjährige „Begegnung in der Kunst“ stand im Zeichen des 1250jährigen Stadtjubiläums der Kleinen Residenz. Nach einem viertägigen Kreativ-Workshop präsentierten die Teilnehmer am Samstag im Schlossgarten ihre Ergebnisse. Der Festivaltag bot eine bunte Mischung aus Tanz, Musik, Theater und Familienunterhaltung. Lediglich das Wetter spielte nicht mit.
„Wir wissen im Vorfeld ja nicht, was bei den Workshops herauskommen wird. Und es war wieder phänomenal“, zeigte sich Organisator Andreas Kolb begeistert. Die Workshops seien gut besucht gewesen, bestätigte er. 100 bis 120 Teilnehmende durfte das diesjährige Kreativ-Camp begrüßen. Dass es nicht noch mehr geworden seien, sei wohl auch dem durchwachsenen Wetter geschuldet gewesen, mutmaßte Kolb.
Auf 20 Stellwänden hatten die Teilnehmenden bunte Collagen geschaffen, auf denen sie das Thema „Alt und Jung“ miteinander in Beziehung setzten. Als Grundlage und Denkanstoß dienten dabei zahlreiche historische Aufnahmen aus Kirchheimbolanden. Diese wurden in den vier Tagen mit Bildern und Objekten, die an Vergangenes erinnern sollten, kombiniert.
So entstanden zahlreiche fantasievolle Bilderwelten zum Thema Verkehr, Musik oder Technik. Spielkarten, alte Schallplatten oder ausrangierte Telefone und Heimcomputer wurden in die Collagen verbaut. Der eine oder andere Besucher dürfte sich mitunter wehmütig an vergangene Musikgenüsse erinnert haben. Auch manche, längt vergessene Straßenführung in Kibo wurde in der Erinnerung wieder wachgerufen. Die Historie der Veranstaltung „Begegnung in der Kunst“ selbst wurde mit einer Zusammenstellung sämtlicher Programmflyer der Vergangenheit zum Kunstobjekt.
Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche Gäste. Mit Tanz-Performances, Theater, Kinderschminken, Mitmach-Artistik und Musik-Acts wurde der Schlossgarten zur regelrechten Festival-Arena. Die Teilnehmer des inklusiven Camps, das zum 16. Mal von der Lebenshilfe Westpfalz ausgerichtet wurde, bewiesen damit einmal mehr: Fantasie ist zeit- und grenzenlos und kennt keine Barrieren.
Info
Die Workshop-Collagen werden im Rahmen der Kirchheimbolander Kulturnacht am 9. August im Hof und Garten der Wohnstätte der Lebenshilfe in der Gartenstraße zu sehen sein.