Donnersbergkreis Basketball: WEG-Mädchen schaffen Qualifikation fürs Rheinland-Pfalz-Turnier

Trier, wir kommen: das Mädchen-Basketbalteam des Wilhelm-Erb-Gymnasiums mit Trainerin Claudia Manz-Knoll (links) und dem verantw
Trier, wir kommen: das Mädchen-Basketbalteam des Wilhelm-Erb-Gymnasiums mit Trainerin Claudia Manz-Knoll (links) und dem verantwortlichen Sportlehrer Georg Himmer (rechts). Foto: Privat

Das neu formierte Mädchen-Basketballteam des Wilhelm-Erb-Gymnasiums (WEG) hat sich im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ beim Rheinhessen-Pfalz-Turnier der Altersklasse WK II (Jahrgänge 2003 und jünger) in Mainz überraschend für das Rheinland-Pfalz-Turnier in Trier qualifiziert.

Der Jubel der talentierten WEG-Basketballerinnen in der Mainzer Sporthalle des Otto-Scholl-Gymnasiums war groß – die Tränen der knapp geschlagenen Landeshauptstädterinnen dagegen bitter. Mit einem 31:27 Punktestand in insgesamt 20 Spielminuten gestoppter Zeit lieferten sich die Kontrahentinnen ein atemberaubendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Der Respekt der Winnweilerer Gymnasiastinnen vor dem namhaften Gegner schien zunächst zu groß zu sein; es fehlte im Korbabschluss oft an dem ruhigen, konzentrierten Agieren. Deshalb konnten sich die Nordpfälzerinnen trotz deutlich breiter aufgestelltem Spielerinnenkader nicht wirklich durchsetzen. Zur Halbzeit stand es 15:14 für die Gastgeberinnen. Den verantwortlichen WEG-Sportlehrer Georg Himmer, der in einer Sport-Projektgruppe die Talente klassenübergreifend erstmals zu dem Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ zusammenführte, hielt es teilweise vor Aufregung nicht mehr auf der Coachingbank.

WEG-Schützlinge wenden in der Schlussphase das Blatt

Dort hatte er sich mit der Basketball-Übungsleiterin Claudia Manz-Knoll ehrenamtliche Verstärkung aus der aktuellen Basketballszene hinzugeholt. Insgesamt sechs Spielerinnen des WEG-Kaders sind ohnehin in ihren eigenen aktuellen Teams der weiblichen U18-Leistungsklasse sowie der Landesliga 1. Gemeinsam schafften es die WEG-Schützlinge, in der Schlussphase das Blatt mittels einer Halbfeld-Zonenpresse zu wenden. Sie kamen dadurch zu schnellen Ballgewinnen und gewannen 31:27.

Damit war bereits die Rheinhessen-Pfalz-Vizemeisterschaft gesichert – das anschließende Spiel gegen das Theodor-Heuss-Gymnasium Ludwigshafen entschied lediglich über die Abschlussplatzierung. Dort allerdings dominierten die beiden „Soltau-Schwestern“ als Alleinunterhalter die Szenerie. Die erst 14-jährige großgewachsene Jugendnationalspielerin Annika Soltau war von keiner WEG-Spielerin zu stoppen und steuerte mit ihrer Schwester sämtliche Korbpunkte für Ludwigshafen bei. Das Endergebnis von 49:19 Punkten (31:13) sprach eine deutliche Sprache. Allerdings darf sich das WEG-Mädchenteam freuen, die erste Basketball-Teilnahme auf Rheinland-Pfalz-Ebene für das WEG erreicht zu haben.

Fast alle WEG-Spielerinnen sind auch im Vereinssport auf diesen höherklassigen Ebenen erfolgreich – im weiterführenden Wettbewerb wird man sich aber voraussichtlich mit dem olympischen Gedanken „Dabeisein ist alles“ trösten müssen. Im Frühjahr werden gleich mehrere Bundesliga-Nachwuchsspielerinnen aus dem Trierer Raum Paroli bieten, um dann den direkten Weg nach Berlin antreten zu wollen.

Aus Winnweilerer Sicht kann Sportlehrer Georg Himmer mit dem bisherigen Abschneiden seiner Basketball-Projektgruppe mächtig stolz sein. Zumindest in Mainz wird man den WEG-Überraschungsauftritt so schnell nicht vergessen.

so spielten sie

Ergebnisse: Otto-Schott-Gymnasium Mainz - Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler: 27:31 (15:14), Wilhelm-Erb-Gymnasium Winnweiler - Theodor-Heuss-Gymnasium Ludwigshafen 19:49 (13:31)

Spielerinnenkader WEG: Sonja Heinemeyer (8 Punkte gegen Mainz/9 Punkte gegen Ludwigshafen), Lea Rössner (6/2), Lilli Knoll (6/2), Nadine Zirkel (4/2), Annika Jenet (3/2), Lena Fasbender (2/2), Jana Spieß (2/-), Alexandra Falkenberg und Emily Clegg.

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