Donnersbergkreis Bagger sollen nun dieses Jahr anrollen
Eigentlich hätte schon im Frühjahr des vergangenen Jahres mit dem Bau einer Rettungswache im Winnweilerer Ortsteil Hochstein begonnen werden sollen. So war es das Ziel von Ralf Marco Prinz, dem Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH – getan hat sich dort bislang noch nichts. „Bei einem solchen Projekt, bei dem drei Partner in einem Gebäude untergebracht werden sollen, besteht aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen ein hoher Abstimmungsbedarf“, begründete Prinz das der RHEINPFALZ. Das Ziel lautet nun, in diesem Jahr noch mit dem Bau zu starten. 2019 soll die Wache dann bezogen werden.
Wie mehrfach berichtet, soll auf dem ehemaligen Parkplatz der Firma Gienanth eine Rettungswache entstehen, in dem auch die Schnelle Einsatz-Gruppe und der DRK-Ortsverein Winnweiler untergebracht werden können. Da gehe es dann auch darum, Synergieeffekte bei der Raumaufteilung zu schaffen. „Hierzu waren einige Treffen mit den Beteiligten notwendig, aus denen sich Änderungen am Entwurf des Gebäudes ergeben haben, die dann von den Architekten berücksichtigt und umgesetzt werden mussten“, sagt Prinz – und ergänzt: „Auch die Kostenverteilungen unter den Partnern sowie Mietverträge und Nutzungsrechte müssen abgestimmt werden.“ Hierzu habe es vor kurzem einen weiteren Termin gegeben. „Nun gehen wir davon aus, dass hier Klarheit besteht“, so der Geschäftsführer. Von Seiten der DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH sei nach diesem Termin der offizielle Zuschussantrag für den Rettungsdienstteil des Gebäudes an die Kreisverwaltung gestellt worden. „Wir warten nun noch auf Rückmeldung von SEG und Ortsverein zu ihren Mietanteilen, und danach stehen der Bauantrag und die Ausschreibungen an“, berichtet Prinz. Vorgesehen ist ein rund 1100 Quadratmeter großes Gebäude, das aus drei Bereichen besteht – einem für die Rettungswache, einem für die SEG und einem für den Ortsverein. Auf die Rettungswache entfallen laut dem Geschäftsführer rund 520 Quadratmeter, auf die SEG etwa 320 und für den Ortsverein zirka 145. „Für die Rettungswache stehen Fahrzeughallen, eine Wasch- und Desinfektionshalle mit Schleuse, Bereitschafts- und Ruheräume, ein Büro, eine Teeküche, Lagerbereich sowie Umkleide- und Sanitärräume und ein Schulungsraum zur Verfügung“, sagt Prinz. In Hochstein soll nämlich die Wache als Lehrrettungswache beziehungsweise Ausbildungsstandort betreiben werden. „Die Ausbildung von Notfallsanitätern und die Schaffung von sicheren Arbeitsplätzen in der Region ist uns ein wichtiges Anliegen. Des Weiteren können und wollen wir dort Fortbildungen abhalten“, sagt Prinz. Der Schulungsraum werde eine Größe von zirka 60 Quadratmetern haben. Für die Einsatz-Gruppe seien ebenfalls Fahrzeughallen – drei Stellplätze sind vorgesehen –, Lager-, Umkleide- und Büroräumlichkeiten geplant, genauso wie für den Ortsverein. „Hierdurch ergeben sich Synergieeffekte, da Bereiche gemeinsam genutzt werden können.“ Wie gestern berichtet, gewährt die Verbandsgemeinde Winnweiler dem Ortsverein einen monatlichen Mietzuschuss in Höhe von 600 Euro. Mit dieser Unterstützung soll sich der Ortsverein in die neue Rettungswache der Rettungsdienst Westpfalz GmbH einmieten können. Die Ortsgemeinde Winnweiler hat auch eine diesbezügliche Unterstützung signalisiert. Das Grundstück hat die DRK-Rettungsdienst Westpfalz GmbH bereits im vergangenen Jahr erworben, wie Prinz mitteilt. Neun Planstellen gibt es für die neue Rettungswache. „Diese Arbeitsplätze sind schon seit geraumer Zeit geschaffen, und die Mitarbeiter sind eingestellt“, berichtet der Geschäftsführer. Das aus gutem Grund: Denn in der Winnweilerer Feuerwehr ist seit einiger Zeit ein Rettungswagen (RTW) stationiert. „Für die Unterbringung und Unterstützung durch die Feuerwehr Winnweiler und den Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob sind wir sehr dankbar. Ein Betrieb des Rettungswagens wäre ohne diese Unterstützung nicht denkbar gewesen“, betont Prinz. Ursprünglich war dies als Probebetrieb vorgesehen, mittlerweile ist klar, dass ein Rettungswagen im 24-Stunden-Betrieb vor Ort bleiben wird – und deswegen auch die Rettungswache in Hochstein entsteht. Insgesamt wird das Gebäude zirka 2,8 Millionen Euro kosten. Hinzu kommen laut dem Geschäftsführer noch die Grundstückskosten in Höhe von rund 135.000 Euro. Der Kreis trägt 75 Prozent des Anteils, der auf die Rettungswache entfällt. Zum Zeitplan sagt der Geschäftsführer: „Wir wollen spätestens Anfang des zweiten Quartals den Bauantrag stellen und noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen. Eine Fertigstellung ist dann in 2019 realistisch.“