Donnersberger Echo
Badesee-Idee: Das muss zur Chefsache werden!
Ja, was die Badesituation im Donnersbergkreis angeht – da ist wahrlich noch Luft nach oben! Da haben unsere Touristiker in der Kreisverwaltung und in den Verbandsgemeinden schon mal elaborierte Ideen, mit denen man den Fremdenverkehr in diesen schönen Flecken Nordpfalz locken will, und dann gibt es im Sommer kaum Bademöglichkeiten! Die aber braucht es, wenn man wirklich Urlauber anziehen will. Und da gibt es derzeit außer den Freibädern in Rockenhausen und Eisenberg (und später wieder Winnweiler) nichts. Bevor man mir jetzt mit dem Kibobad kommt: Ja klar, zum Schwimmen taugt es, aber zum Ferienvergnügen an einem heißen Sommertag eher nicht. Und die Idee, irgendwann in ferner Zukunft eventuell vielleicht möglicherweise ein Außenbecken ans Hallenbad anzufügen, hat unsere Stadträtin und Schwimmbad-Lobbyistin Lisel Heise nicht ganz zu Unrecht als „Idiotie“ bezeichnet.
Und da wir ja bekanntlich auf anderen Gebieten alles daran setzen, mögliche Ideen für Touristenattraktionen schon vor dem Entstehen im Keim zu ersticken, sollten wir uns wirklich ernsthaft fragen, wie wir überhaupt gedenken, Touristen den schönen Donnersberg schmackhaft zu machen, zumal die Gastronomie in der Fläche leider auch noch so manchen Wunsch offenlässt.
Andere Regionen machen es vor
Da aber Freibäder in Bau und Unterhaltung unfassbar teuer und personalintensiv sind, sollte man sich vielleicht wirklich mal mit dem Gedanken befassen, an einer passenden Stelle einen schönen Badesee anzulegen. An einem solchen müsste man dann auch nicht rund um die Uhr für die Aufsicht sorgen. Andere Regionen machen es schließlich vor.
Aber wir müssen gar nicht in die Ferne schweifen, ein Blick in die Vergangenheit hilft auch. Denn es gab sie ja schon früher, die diversen Badeweiher. Der in Orbis beispielsweise ist noch heute deutlich zu erkennen, auch wenn er inzwischen seit Jahrzehnten als Angelteich dient. Aber auch andernorts im Kreis gab es früher kleinere Schwimmgewässer. Die wurden zum Teil noch mit Schaufel und Spaten per Hand ausgegraben, da müsste es doch möglich sein, so etwas mit den Baumaschinen der heutigen Zeit auch im großen Stil herzustellen.
Vor allem dann, wenn nicht eine einzelne Gemeinde oder gar ein Verein dafür Verantwortung trägt, sondern das Ganze gleich richtig auf Kreisebene geplant und aufgezogen wird. Dafür gäbe es dann auch mit Sicherheit den passenden Fördertopf.
Die Idee wäre es auf jeden Fall wert, zur Chefsache gemacht und umfassend geprüft zu werden. Man kann ja mal Ideen sammeln, auch auf den ersten Blick reichlich spinnerte, wie das Fluten eines Steinbruchs oder, per Staudamm, eines Tals. Eines steht jedenfalls fest: So schön unsere Gegend auch ist – das sind andere auch. Und die haben noch zusätzliche Attraktionen. Man muss Fremdenverkehr nicht wollen. Aber wenn man ihn will, muss man sich was einfallen lassen.