Donnersbergkreis Ausgestopftes Baby und gefährliche Rechtschreibung

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Tags zuvor waren die Erwachsenen dran – am Sonntag hat dann der närrische Nachwuchs den Ton auf der Münchweilerer Bürgerhaus-Bühne angegeben. Mit fantasievollen Sketchen und vielseitigen Tänzen haben die jungen Akteure die zahlreichen Besucher bei „Jugend in de Bütt“ unterhalten.

Bis auf die eingeladenen auswärtigen Vereine kamen die Mitwirkenden praktisch durch die Bank aus Münchweiler. „Die kenn’ ich doch – des sinn alles Münchwillerer Mäd“, verkündete denn auch mit Stolz Moderatorin Tanja Dautermann nach einer der vielen gelungenen Darbietungen. Angesichts der gezeigten Leistungen muss es den Münchweilerern um die Zukunft ihrer Fasnacht nicht bange sein. Für den schwungvollen Auftakt sorgten jedoch Gäste aus Winnweiler. Die jüngsten Aktiven des Tanzsportclubs Schwarz-Gelb wirbelten in bunten Kostümen über die Bühne und zogen damit die Zuschauer in ihren Bann. Nicht minder beeindruckend waren die beiden Auftritte des Donnersberger Carneval Vereins. Zunächst zeigte die Kindergarde einen klassischen Gardetanz, der auf keiner Fasnachtssitzung fehlen darf. Als Schneeflocken verkleidet hat die Steinbacher Showtanzgruppe eine ebenso moderne wie ansprechende Choreografie gezeigt. Ein Sonderlob verdiente sich die krankheitsgebeutelte Fideliagarde des Karnevalvereins Fidelia aus Lohnsfeld: Obwohl nur vier gesunde Mädchen übrig geblieben waren, ließen sich diese ihren Auftritt nicht nehmen und zeigten eine beachtliche Leistung. Etwas voller war die Bühne beim Tanz der Garde des heimischen Turn- und Sportvereins. Die jungen Lokalmatadorinnen bekamen für ihre Aufführung frenetischen Beifall. Aber auch in der Bütt haben die Nachwuchsfasnachter ihr Talent mit viel Wortwitz eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Etwa bei einer Gerichtsszene, dargeboten von Alina Huxel, Lilly Schappert, Ciara Bertram und Madlein Dietz. Ein Richter hatte dabei über die Schuld mehrerer Angeklagter zu urteilen. „Ich hab’ den Stock ins Wasser geworfen“, sagte der erste Beschuldigte. Kein Grund für eine Strafe, findet der Richter, der den nächsten zu sich bittet. „Ich hab’ geholfen, den Stock ins Wasser zu werfen“, berichtet dieser – und darf ebenfalls gehen. Ein Dritter tritt vor den Richter. „Und wer sind Sie?“, will der wissen. Antwort: „Ich bin Herr Stock“ ... Fabienne Hambel, Sarah Baumgärtner, Sarah und Anna Schmitt sowie Emily und Natalie gaben eine Radiosendung zum Besten, bei der sich allerdings mehrere Sender vermischten. So ergaben beispielsweise Teile einer Kochsendung, eines Baby-Ratgebers und eines Boxkampfes eine lustige Kombination: „Dann müssen sie das Baby … ausstopfen.“ Hanna Gerber, Tabea und Leonie Schrock stellten die Frage, was denn gefährlicher sei: Rechtschreibung oder Trampolinspringen? Natürlich Trampolinspringen, waren sich die Mädchen einig – gerieten bei der Frage der richtigen Schreibweise aber so in Streit, dass sie sich prügelten. Also ist wohl doch Rechtschreibung gefährlicher. Im Sketch von Anjuli Dämgen und Lena Lunk berichtete schließlich ein Mädchen, sie wisse nun sicher, dass ein Junge sie liebt. Ob der Junge es ihr gesagt hat, will das andere Mädchen wissen. „Nein“, antwortet die erste, „er hat mein Federmäppchen vom Tisch geschmissen.“ Was in jungen Jahren zweifelsohne ein echter Liebesbeweis ist. (söf)

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