Donnersbergkreis „Ausbildung wichtigstes Rüstzeug“

Nach einjähriger Tätigkeit als hauptamtlicher Wehrleiter erstattete Christian Füllert dem VG-Rat Winnweiler seinen ersten Tätigkeitsbericht. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Schaffung von Strukturen im gesamten Feuerwehrwesen, die Neuordnung der Alarmierungsgrundlagen sowie die Überarbeitung und Aktualisierung der Alarm- und Einsatzpläne und die Umstellung auf die Digitalisierung.
„Ausbildung ist das wichtigste Rüstzeug der Feuerwehrleute“, betonte der Wehrleiter. Deshalb sei es Ziel, einen hohen Ausbildungsstand zu erreichen, um für die vielfältigen Aufgaben gewappnet zu sein. Die Personalplanung und die Bindung der ausgebildeten Wehrleute an das Feuerwehr- und Katastrophenschutzwesen seien ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit. Großen Wert legt Füllert auch auf die Zusammenarbeit mit benachbarten Wehren und der Wehr der amerikanischen Wohnsiedlung Heuberg, die sich in der Verbandsgemeinde Winnweiler befindet. Derzeit arbeitet Füllert an den Feuerwehrplänen für gemeindliche Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Gemeindehallen. „Die Umstellung auf eine einheitliche Schutzausrüstung wird in diesem Jahr begonnen“, informierte Füllert. Weitere Ziele für dieses Jahr seien die Verstärkung der Brandschutzunterweisungen und die Vertiefung der Kenntnisse der schon gut ausgebildeten Wehrleute. Ziel sei es auch, Spezialfähigkeiten auf die Ortswehren zu verlagern. Starke Anstrengungen zur Gewinnung junger Menschen für den Feuerwehrdienst wurden schon unternommen und wird es auch weiterhin geben. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung, resümierte Ratsmitglied Matthias Luft (Grüne). Großer Wert müsse auf die Nachwuchs gelegt werden, unterstrich sein Fraktionskollege Reiner Merz. Trotz dieser Entwicklung gehe er noch immer nicht ganz konform mit der Entscheidung, einen hauptamtlichen Wehrleiter einzustellen. Füllert versprach, ein großes Augenmerk auf den Nachwuchs zu legen, und will dahingehend im Rahmen einer guten Öffentlichkeitsarbeit für eine Verjüngung der Mannschaften sorgen. Ein Teil seiner Dienststunden verbringt Füllert mit Leistungen für den Landkreis, die vergütet werden und somit den Haushalt der VG entlasten. Die Stützpunktfeuerwehr in Winnweiler mit Ortsfeuerwehren in elf verbandsangehörigen Ortsgemeinden sorgt für den Schutz von rund 15.000 Menschen. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über rund 112 Quadratkilometer. Der Stützpunktwehr gehören derzeit 50 aktive Mitglieder an. In den Ortsfeuerwehren sind es 220 ehrenamtlich tätige Personen. Jugendfeuerwehren bestehen in Winnweiler und Steinbach, zusammengeschlossen haben sich die Jugendwehren Münchweiler und Imsbach zu einer Einheit. In Wartenberg-Rohrbach hat sich eine Bambini-Feuerwehr gebildet. In Winnweiler sind derzeit zwölf Feuerwehrfahrzeuge stationiert. Hinzu kommen 15 Einsatzfahrzeuge in den Orten. Dreh- und Angelpunkt ist das 1991 fertig gestellte Gerätehaus am Ortsrand von Winnweiler in Richtung Lohnsfeld. 1998 erfolgte in Eigenleistung ein Anbau zur Lagerung von Sandsäcken über Ölbindemittel bis hin zu Absperrmaterial. Weitere zwölf Häuser der Feuerwehr befinden sich in den Ortsgemeinden, stehen in Trägerschaft der VG. 2017 wurde die Verbandsfeuerwehr Winnweiler zu 135 Einsätzen gerufen. Das waren zwar 49 Anlässe weniger als im Vorjahr. Dies führt der Wehrleiter darauf zurück, dass im letzten Jahr die Region von schweren lokalen Unwettern verschont blieb. Lediglich 35 Brandeinsätze hatten die Einsatzkräfte zu bewältigen. Damit setzt sich der Trend in Richtung der allgemeinen Hilfeleistungen und der Gefahrstoffeinsätze weiter fort. Geleistet wurden in nur diesem einen Jahr über 3500 Einsatzstunden.