Donnersbergkreis Auf zum nächsten Ziel
Im bis auf den letzten Platz gefüllten Winnweilerer Festhaus haben sich die 74 Entlassschüler der Albert-Schweitzer-Realschule plus mit einem feierlichen Festakt vom Schulalltag verabschiedet. Ihr Motto – Legenden – sorgte bei den Festrednern für Gesprächsstoff.
„Bisher seid ihr auf Legenden getroffen, nun seid ihr auf dem Weg, selbst zu Persönlichkeiten zu werden“, sagte Schulleiter Torsten Edinger. „Ich bin mir sicher, dass ihr alle Spuren hinterlassen habt“, ergänzte Konrektorin Nina Gieser. Nun gelte es, hinauszutreten ins Berufsleben. Auf das Motto der Absolventen ging auch Rektor Edinger ein. Legenden gebe es auf allen Ebenen, im Alltag, der Religion und dem Miteinander. Es gebe in der Literatur viele Deutungen für dieses Wort. „Sie haben sich Eigenmerkmale angeeignet“, sagte Edinger in Richtung der Schülerinnen und Schüler. In der Schule hätten sie sich entwickelt, um nun ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ein Leben, das ihnen gefallen soll. Die Grundlagen seien geschaffen. „Der Abend ist eurer, deshalb genießt ihn“, betonte Kreisbeigeordneter Hugo Paul für den Donnersbergkreis als Schulträger. Der Abschied von einer Schule sei zugleich ein Ausblick auf die Zukunft. Mit dem Ende der Schulzeit sei ein Ziel erreicht, nicht aber das Ziel. Es sei, als stünde man an einem Knotenpunkt und suche den Weg. Um seine Zuversicht auszudrücken, bediente sich Paul der Fußballsprache: Das Spiel gehe weiter, der Erfolg werde sich einstellen – auch wenn das Tor vielleicht erst in der letzten Minute geschossen werde. Susanne Röß, Beigeordnete der VG Winnweiler, wünschte, dass sich die Entlassschüler noch lange an die vergangenen sechs Jahre erinnern. Mit dem Ausscheiden aus dem Schulalltag sei ein Tausch des Rucksacks verbunden, der in jeder Lebensphase zu tragen sei. Sie wünschte einen nahtlosen und erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf. Gudrun Scherrer, Leiterin der Außenstelle Winnweiler der Kreisvolkshochschule des Donnersbergkreises, ging auf die Bedeutung der Albert-Schweitzer-Realschule plus ein. Sie sei Partnerschule und damit ein wichtiger Baustein im Ausbildungssystem. Das mehrstündige Programm, durch das Larissa Fischer und Merlin Knobloch führten, gestalteten die Klassen teils mit ihren Lehrkräften. Den Auftakt machte das Gitarren-Duo Ferris Pedro (Mitarbeiter im FSJ) und Daniel Breisch (10a) mit dem Lied „Sign“ von Eric Clapton. „Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen“ unter der Leitung von Walter Blum (9b) war vermutlich nur eine Anspielung, aber nicht die Realität der vergangenen Jahre. Im „Los KoCos“ (9b mit Lehrer Walter Blum) wurde an Grammatik und Mathematik erinnert, und der „Konjunktiv-Chor“ begab sich gesanglich auf eine Weltreise. Aber auch Tanz gehörte zum Programm: Hip-Hop und Cha-Cha-Slide lockerten das Programm auf (10a). Bei der „Zuggeschichte“ (Fabian Auer, 9b, Nick Worster, Diana Schäfer und Laura Welker, alle 9h, einstudiert von Lehrerin Daniela Schmitz) war zunächst nur ein Bahngeräusch zu hören. Ansonsten prägten die Insassen die lautlose Fahrt durch Gestik und Mimik. Die 18 kleinen Jägermeister (10g) mit Lehrer Marcus Jäger teilten sich recht schnell und wurden nach gesanglichen Erläuterungen immer weniger. Viele fragende Schülerinnen und Schüler enthielt das Video (10a, unter Anleitung von Joachim Junker), während die 10g mit Marcus Jäger) verschiedene Unterrichtsszenen darboten. Für einen Programmhöhepunkt sorgte Shiryn Roddrigues mit ihrem Sologesang. |llw