Donnersbergkreis Auf der Straße Zumba getanzt

Wenn sich ein Fest sogar bei ungünstigen Wetterbedingungen guten Besucher-Zuspruchs erfreut, zeichnet das eine Veranstaltung besonders aus: Davon zeigt sich die Werbegemeinschaft in Winnweiler überzeugt. Deren Frühlingsfest litt am Sonntag wohl unter Nieselregen. Doch ließen Straßen-Attraktionen und vor allem auch der verkaufsoffene Sonntag die Ortsmitte aus dem Winterschlaf erwachen.
Es war erst die zweite Auflage des Winnweilerer Frühlingsfestes, die da am Sonntag über die Bühne ging. Nachdem die Premiere im vergangenen Jahr überragende Resonanz genossen hatte, folgte jetzt der zweite Anlauf. Rund 20 facettenreiche Programmpunkte zogen die Besucher bei Nieselregen nach draußen in den verkehrsberuhigten Bereich. Während die Gäste durch Winnweilers Schlossstraße schlenderten, begleitete sie musikalisch entweder Entertainer Fred Weber mit modernen und ewig jungen Hits oder aber eine Guggemusik-Gruppe. Die „Altlossema Rhoigeischder“ sorgten mit ihrer bunten und bunt gewandeten Mischung aus jungen und erfahrenen Musikern für Stimmung auf den Straßen. Das kulinarische Angebot war vielfältig: Von Flammkuchen und Crêpes über frisch gebackenes Brot bis hin zu Meeresdelikatessen reichte die Palette. RHEINPFALZ-Maskottchen Nils Nager unterhielt unterwegs die Kindern, spendierte Gummibärchen. Besucher erhielten in Läden der Werbegemeinschaft Schokoladen-Marienkäfer. Besonders beim Karussellfahren, auf der Piratenschaukel, an der Wurfbude und beim Kinderschminken kamen Familien auf ihre Kosten. Groß und Klein übten sich auch bei Mitmach-Aktionen des Zirkus Peperoni im Jonglieren oder im Erzeugen großer Seifenblasen. Energiegeladen vergnügten sich Besucher bei tänzerischen Einlagen des Sportvereins Alsenbrück-Langmeil. Dort war mitunter am meisten los: Viele Besucher tanzten mitten auf der Straße Zumba, geführt von Trainerin Rosario Heaton. Die zeigte sich glücklich und hofften, „noch mehr Leute zu den Zumba-Kursen“ zu locken. Bei den Ständen des Roten Kreuzes und der Feuerwehr gab’s auf dem Marktplatz Information und Unterhaltung. Auch selbst anpacken war möglich: An einem Dummy konnten im Zelt des DRK Erste-Hilfe-Maßnahmen erlernt und erprobt werden. Die Einsatzfahrzeuge fanden besonderes Interesse bei kleinen Schaulustigen. Teilnehmer aller Altersklassen hatten Spaß bei Spielen, die die Retter anboten. Besucher konnten Dosen mit dem Wasserstrahl aus dem Schlauch abschießen. Informationen bot ein Stand, der sich dem Thema erneuerbare Energien widmete und über den Nutzen von Photovoltaik-Anlagen aufklärte. Herrscht schlechtes Wetter, gibt es nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner. Es zieht, wie sich zeigen sollte, die Leute in die Geschäfte, was an einem verkaufsoffenen Sonntag ja gelegen kommt. Die Bücherei Franck etwa erfreute sich durchgängig guten Besuchs. Inhaber Gunter Franck war zufrieden trotz der ungemütlichen Temperaturen: „Bei schönem Wetter ist es nicht außergewöhnlich, dass Leute kommen. Kommen sie aber bei schlechtem Wetter, ist das bemerkenswert. Dann möchten sie definitiv zu dieser Veranstaltung“, zog der Vorsitzende der Werbegemeinschaft ein positives Resümee. Einzig und alleine einige der Flohmarktstände hatten sich wetterbedingt entschuldigt. Erfreulicherweise spielten beim Frühlingsfest die Besucher gern mit, auch wenn das Wetter nicht recht mitspielen wollte. (rica)