Donnersbergkreis Auf „Bierschänke“ folgt „Zum Schnorres“
Mit ihrer „Bierschänke“ hatten die Betreiber der „Schnorres“-Brauerei um den Winnweilerer Mitgründer Martin Leister ein neues Domizil „zum Einkehren und Babbeln“ schaffen wollen. Doch Auflagen trieben die Investitionskosten in die Höhe. So suchten die Schnorres-Betreiber eine Alternative – und wurden fündig.
Nur einen Katzensprung entfernt, ebenfalls in der Schlossstraße 30, haben sie nun die Kneipe „Zum Schnorres“ eröffnet. Damit ist das Gebäude nach einem Jahr Leerstand wieder mit Leben gefüllt. Wo vorher ein asiatisches Restaurant war, ist nun die Kneipe „Zum Schnorres“ entstanden. Im vorderen Bereich steht ein Tischkicker, an der Bar ergänzen Stehtische und Hochstühle die Einrichtung. Die Dekoration: heimatverbunden. Ob Vereinsschals oder Trikots, Mannschaftsfotos, unzählige Autogrammkarten aus noch ruhmreichen Zeiten des 1. FC Kaiserslautern, innovative Bierdeckel, Wimpel und Eintrittskarten zu unvergesslichen Fußballspielen oder Bilder aus und rund um Winnweiler. Binnen zwei Wochen haben die „Schnorres“-Betreiber um den Einheimischen Martin Leister die Räume „flott gemacht“ und vor einer Woche zur Eröffnung eingeladen. „Im Laufe des Abends hatten wir bestimmt 100 Leute hier. Der Laden war brechend voll“, freute sich Leister über die Resonanz. Neben dem Thekenbereich gibt es eine offene Außenterrasse, die bis 22 Uhr genutzt werden kann. Die Küche ist nicht in Betrieb. Neben frischgezapftem, eigenem Bier bietet „Schnorres“ auch Brezeln und Flammkuchen aus dem Ofen an. Geöffnet ist immer mittwochs und freitags ab 18 Uhr. „Zum Bergfest und zum wöchentlichen Feierabend“, betont Leister. Eigentlich hätte die „Bierschänke“ an der Kreuzung zum Bahnhof der neue Treffpunkt für Alt und Jung zum „Kickern, Bierchen trinken und Babbeln in angenehmer Kneipenkulisse“ sein sollen. Doch der mit den Auflagen verbundene Kostenvoranschlag für ein Brandschutzgutachten, den Toilettenumbau und die Schaffung von Notausgängen sprengten den Investitionsrahmen, sagt der 29-Jährige. „Die ,Bierschänke’ nutzen wir weiter als unser Lager und bieten wir auch für Geburtstage oder Events wie das Beer-Pong-Turnier an. Wir dürfen dort nur keinen offenen Verkauf anbieten.“ Statt umzubauen, sei der Ortswechsel für „Schnorres“ die bessere und günstigere Variante gewesen. „Für uns ist das kein Nachteil. Wir sind froh, wie es jetzt gekommen ist“, so Leister. Bürgermeister Rudolf Jacob freut sich, „Zum Schnorres“ als Aufwertung des Ortskerns gewonnen zu haben. „Für die Bierschänke bekamen sie in dieser Form keine Gaststättenerlaubnis. Nun finde ich es eine super Sache, dass der Leerstand gegenüber vom Bistro Max behoben ist. Die Gestaltung passt sehr gut hierher, und das Angebot mit mittwochs und freitags schließt auch eine kleine Lücke“, so der VG-Chef. Eine große Veranstaltung stemmen Leister und seine Crew am Wochenende. Zum zweiten Mal steigt auf dem Kerweplatz in Mehlingen das Brauereifest. Ab heute, 16 Uhr, bis Sonntag, 22 Uhr, gibt es ein Programm mit Livebands, Foodtrucks, Beer-Pong-Turnier und Familientag mit Hüpfburg und Musikvereinen.