Donnersbergkreis Auch Maskottchen „Erbs“ darf in den Ruhestand
Nach 40 Dienstjahren ist Edith Knötzsch nun als Rektorin der Maria-Montessori-Grundschule Winnweiler mit einer bewegenden Feierstunde, gestaltet von Schülern und Lehrern, in den Ruhestand verabschiedet worden.
Der letzte Schultag vor den Ferien war auch für Edith Knötzsch der Tag des Abschieds – nach 18 Jahren an der Grundschule. Unter dem Motto „Bunt ist meine Lieblingsfarbe“ lud Knötzsch ihre Gäste ins Festhaus nach Winnweiler zu einer Feier ein, die auch die Schüler mitgestalteten. Den Anfang machten die Erst- und Zweitklässler mit Plakaten, auf denen in großen, bunten Buchstaben der Name der Schulleiterin stand. Für jeden Buchstaben nannten die Kleinen passende Charaktereigenschaften. Worte der großen Anerkennung ihrer langjährigen Arbeit fanden nicht nur die offiziellen Vertreter von Land und Ortsgemeinde. Auch Schulelternsprecherin Katrin Nothof stellte in ihrer kurzweiligen, sehr persönlichen Rede die Besonderheiten der Rektorin heraus: „Edith Knötzsch kann sich über ein gelungenes Musical genauso freuen wie über ein schönes Bild im Kunstunterricht.“ Diese Begeisterungsfähigkeit sei bezeichnend für die Schulleitung und wirke sich in besonderer Weise auf die Schüler und die gesamte Schulgemeinschaft aus. Große Begeisterung rief auch der Tanzbeitrag der Drittklässler hervor. Mit dem „Afri-Cola-Song“ machten die Schüler besonders Lehrerin Evelyn Stromberger eine Freude. Denn auch sie feierte an diesem Tag ihren Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand. Gemeinsam präsentierten die beiden zukünftigen Pensionärinnen ihren Gästen eine Diashow über die vergangenen 40 Jahre in der Schule. Beide starteten damals gemeinsam als Abiturientinnen am Burggymnasium in Kaiserslautern und trafen sich dann nach langen Jahren in der Grundschule in Winnweiler wieder. Eine gemeinsame Vorliebe teilen beide für das Kinderbuch „Frederick“. Die Geschichte der kleinen Maus, die Sonnenstrahlen anstelle von essbaren Vorräten für den kalten Winter sammelt, brachte der Chor als Musical auf die Bühne. Musikalische Unterstützung erhielten sie dabei von den Kindern der Ukulele-AG. Nachdem Kinder, Eltern und Redner auf der Bühne waren, wurde es Zeit, dass sich auch das Kollegium von seiner Chefin verabschiedete. Mit der einen oder anderen Träne in den Augen und sehr persönlichen Worten dankten die Lehrer ihrer Schulleiterin für „wunderbare Jahre“ und wünschten ihr alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt. Zum großen, bunten Abschluss schenkten die Schüler ihrer Rektorin noch einmal einen der wohl bewegendsten Momente ihrer Berufszeit: Mit hunderten farbigen Servietten in den Händen, standen die Kinder auf und sangen das finale Lied des Comenius-Projektes. Als Initiatorin versammelte Knötzsch damals Schüler und Lehrer aus vier europäischen Ländern im Festhaus Winnweiler und setzte mit ihnen gemeinsam ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Das Maskottchen dieses Projektes war die handgefertigte Puppe „Erbs“. Sie gibt es heute noch. „Erbs“ darf nun gemeinsam mit Edith Knötzsch die Schule verlassen und leistet ihr Gesellschaft bei der Gartenarbeit oder ist Spielkamerad ihrer vier Enkelkinder.