Donnersbergkreis Auch Mark Forster musikalisch auf die Bühne geholt

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WINNWEILER. Musik, Kunst und gute Laune erwarteten die Gäste im vollbesetzten Festsaal in Winnweiler beim Sommerkonzert des Wilhelm-Erb-Gymnasiums.

Aufgeregt schwirrten im Foyer, vor und hinter der Bühne noch die Aktiven und ihre Helfer umher, als sich die Besucher bereits die originelle Ausstellung der Charakter-Köpfe aus Ton im Foyer anschauen konnten. Hier hatte der Kunstunterricht der 12. Klasse unter der Leitung von Anne-Katrin Dietrich spannende Skulpturen erarbeitet, Mythologisches und Persönliches zum Thema „Ich-Göttlich“: Innen- und Außenansichten der jungen Kunstschaffenden in Portraits von Göttern und Dämonen, gehörnte und einäugige, Hirn- und Kopfschalen in spannender Ausfertigung, glasiert, gebrannt, dem Naturstoff Ton verhaftet. Den musikalischen Reigen eröffnete die Klarinetten-AG mit einer beschwingten Fanfare (Lena Stark, Nellie Krispin, Lena Willenbacher,5. Klassenstufe, Leitung: Rainer Henn). Der Chor der siebten Klassen unter der Leitung Wanda Wienands begann noch ein bisschen schüchtern mit modernen Pop-Balladen. Das charmante und selbstbewusste Moderatoren-Paar Katharina Hoffmann (MSS 12) und Benjamin Vettermann (7c) stellte das „Titanic Duett“ vor, das seinen Namen „dem berühmtesten Liebesfilm aller Zeiten“ verdankte. Celine Dion wäre stolz auf den singenden Nachwuchs (Maja Lanz und Louisa Whitton, 6. Klasse). Querflöte ist nicht einfach zu lernen, doch beachtlich, was da schon geleistet wurde, die AGs unter der Leitung von Bärbel Schmitt wussten zu beeindrucken (Lena Garbe, Ragna Krebs, Hanna Ultes, Leonie Wilberger). Die „Dreamies“ mit Percussion (Marc König) und Klavier (Luke Ströhla) zeigten, dass Live-Musik nicht glattgebügelt und aus der Retorte, sondern Notenspaß mit Hand und Fuß ist, und ab ging mit ihnen die Post und flottem Rap-Gesang nebst Ohrwurm-Melodien (Annika Jenet, Alexandra Falkenberg, Louisa Whitton). Unterstützt am Klavier und mit Gesang von Musik-Profi Marco Spindler wünschte Lilli Knoll (6c) in bester Glasperlenspiel-Manier ein „Geiles Leben“, da wurde nicht nur super gecovert, sondern auch gut gesungen und interpretiert. „Piano Four“ nannte sich die Gruppe mit Maja Janz, Yannik Guckeiser, Viktor Schäfer und an der Gitarre Samuel Tussing (Leitung: Wanda Wienand). Erst noch mal ein schüchterner Blick zur Lehrerin – stimmt der Ton? Dann ließen sie die Köpfe und Füße im Publikum wippen und tippen. Ein Ass am Klavier ist Finn Schiebel (5b), komplizierte Läufe über die schwarz-weißen Tasten – Mozart und Tscherepnin erklingen, als wäre es ein Kinderspiel. Die Organisatorin des schönen Sommerkonzerts, Stephanie Burkhardt, fieberte mit allen ihren Künstlern und flitzte immer mal wieder sportlich zwischen Bühne und ihrem Publikumsplatz hin und her, trug einen Notenständer weg, erinnerte an Besprochenes. Wo stecken die Leute mit dem Gedicht? „Dass Liebe durch den Magen geht“ und man sich nach Peter Meroth zum Vernaschen findet, zeigten Jan Schuh und Samira Steppan (7a) auf. Den zur Zeit berühmtesten Winnweilerer und Ex-WEGler Mark Forster holten die Forster-Kids der sechsten Stufe musikalisch auf die Bühne samt stilprägender Baseball-Cap. Ein dickes Lob geht ans Bühnenumbau-Team, das schnelle und schweißtreibende Arbeit verrichtete, um Stühle Notenständer und Mikros passgenau zu platzieren. Sommerlich nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Stimmung: Cole Porters „Night and Day“ swingte, und Avicii mit „Waiting for love“ zeigten, dass schöne Musik zeitlos ist, wenn ein junger Chor und ein junges Orchester Freude an gemeinsamem Musikmachen rüberbringen. Die Percussion-AG trommelte die zweite Halbzeit ein. Originell hier die Tempo-Steigerung und der flotte Wechsel an der Batterie, Stefan Faust hatte sie alle gut aufeinander abgestimmt. Nicht nur Ohren-, auch Augenschmaus gab es mit den Beiträgen der Tanz-AG unter der Leitung von Gabriele Hillenbrand, die nicht nur die Bühne, sondern den ganzen Saal in Stimmung brachten, auch ein flotter Step gehört am WEG zum Schulalltag! Vanessa Horn schreibt und komponiert und hat als BLL (Besondere Lernleistung) ihre Arie „Und die Erde dreht sich weiter“ vorgestellt, beachtliche Stimme und musikalisch-textliche Leistung, die auch ins Abi einfließen wird. So schnell wie die Liebe in Kästners „Sachlicher Romanze“ vorbei war, so schnell war auch der Vortrag von Daniel Bohlander, David Vatter und Luka Zäuner vorüber, und die Querflöten-AG der Fortgeschrittenen gaben klassisch und modern ihr Können zum Besten. Die „Bohemian Rhapsodie“ von Queen erklang in einer Klavierversion, technisch sauber und sehr gefühlvoll: Annika Lutz aus der MSS 11 brachte eine beeindruckende Leistung am Flügel. Die Lehrer-Schüler-Band mit ihrem Hit-Medley erhielt stürmischen Applaus. Ob Mainstream oder Blues, einfach gute Musik von Vanessa Horn, Wanda Wienand, Marcel Arnold und Andreas Albert leitete über zu „Willis Erben“, der Schülerband, die mit ihrem Namen an einen früheren musikbegeisterten Lehrer ihres Hauses erinnerte. Immer noch gut und modern: „Hotel California“ von den Eagles, und auch der Justin- Bieber-Song „ Love Yourself“ bekam begeisterten Applaus und leitete zum Finale über. Das Dankeschön für die Darbietungen kam von Herzen, Schulleiter Ralf Schäfer war begeistert von „seinen“ Musikern aller Altersstufen. |gth

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