Louhans Auch Kirchheimbolander Partnerstadt von Hochwasser betroffen
In den vergangenen Tagen empfing man in Kirchheimbolanden und Umgebung etliche Anrufe aus Louhans, der französischen Partnerstadt. Dort hatten die Freunde natürlich von der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz erfahren und wollten ihre Anteilnahme und Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Dabei berichteten sie, dass auch ihre Stadt nicht von Hochwasser verschont worden war.
In der Nacht auf vorigen Samstag stieg der Pegel der Seille – der Fluss, der Louhans durchquert – an der Mündung des Solnan stetig an und erreichte am Samstagvormittag gegen 9.30 Uhr ihren Höchststand von 3,36 Meter. Die Marke von 3,50 Meter löst Katastrophenalarm und die Evakuierung der Bevölkerung aus. Kurz vor 10 Uhr gab der auf der Place de la Charité zum Schutz des Stadtzentrums errichtete Deich nach und die Wassermassen ergossen sich unter der Eisenbahnbrücke hindurch in die Straßen der Stadt. Sie blockierten die Durchfahrtsstraße von Ost nach West und zweiteilten die Stadt. So war das Zentrum isoliert.
Helfer leisten den ganzen Tag Schwerstarbeit
Den ganzen Tag über arbeiteten Feuerwehr, Polizei und zahlreiche Helfer aus dem ganzen Departement Hand in Hand, um Umleitungen zu schaffen, sicheren Personenverkehr zu gewährleisten, Wasser aus den Häusern zu pumpen, Menschen aus überschwemmten Wohnungen und isolierten Bauernhöfen zu holen und in sichere Unterkünfte zu bringen, Hab und Gut zu sichern sowie weidendes Vieh aus der Wasserfalle zu bergen.
Dann Aufatmen: Samstagabend begann die Seille sich allmählich zurückzuziehen, wenn auch immer noch Häuser abgeschnitten und von Wasser umgeben waren. Tags darauf verschwand es von den meisten Straßen und sie konnten wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Die Bresse wird immer mal wieder von Überschwemmungen heimgesucht. Doch im Gegensatz beispielsweise zur Flut von 1999 stieg das Wasser dieses Mal langsam und die Menschen bewahrten die Ruhe.