Donnersbergkreis Auch „geisterfrei“ im Angebot
Das passt ja großartig. Eine Stunde mehr, um das extralange Wochenende – mit Nachschlag an Allerheiligen – zu genießen. Reichen wird es zwar auch damit nicht, denn die Tage inklusive Halloween und Allerheiligen sind eindeutig „überbucht“. Ein guter Einstieg wäre Sven Hieronymus, bekannt als Rocker vom Hocker. In der Stadthalle sorgt er dafür, dass in dunklen Tagen keine trüben Gedanken aufkommen. Richtig was auf die Ohren gibt es dann am Kerwesamstag bei der Dannenfelser Keschdekerb. Die ACDC-Coverband Sin City wird in der Turnhalle einheizen und mit wummernden Klängen auch die letzte Keschd vom Baum holen. Mit leisen Klängen kommt dagegen das Konzert der Hörmonists mit Kathy Kelly in Winnweiler daher. Dafür und für das Herbstkonzert des Gesangvereins Albisheim gibt es noch Karten an der Abendkasse. Viele Zuschauer wird sicher auch das Kinder-Musical „Schrei so laut Du kannst“ locken, das am Samstag ab 15.30 Uhr in der Jahnturnhalle aufgeführt wird. Eine biblische Geschichte mit Humor und Tiefgang ist angekündigt, aufgeführt von Kindern der Stadtmission und der Villa Kunterbunt. Ab Montag wird es schaurig. In Imsbach und in Münchweiler geht zu Halloween öffentlich die Angst um. Ab 20 Uhr steigt in Imsbach die Halloweenparty in der Gemeindehalle mit der Partyband Magic. Von 16 Uhr bis 19 Uhr dürfen die Kleinen erste Erfahrungen mit Angst und Schrecken sammeln beim Halloween-Nachtmittag für Kinder. Und in Münchweiler treffen sich Hexen, Totenschädel und Vampire ab 17 Uhr am Sportplatz beim Labyrinth des Schreckens. Das keltische Samhain gilt als Ursprung von Halloween. Dieses Fest wird am Montag ab 16 Uhr im Keltendorf in Steinbach gefeierten. Es gibt Mitmachaktionen rund um die Handwerkskunst der Kelten, Zaubertrank, Stockbrot und Schaukämpfe. Um 19 Uhr startet eine Fackelwanderung vom Keltendorf zu dem von Schwedenfeuern erleuchteten Skulpturenkreis im Keltengarten. Dort übergibt der Druide die zuvor im Keltendorf hergestellten Opfergaben den Göttern. Ab 20 Uhr darf dann wieder ganz irdisch zu Live-Musik von der Irish-Folk-Band „Greengrass“ aus dem Odenwald getanzt werden. Oder man macht sich auf der Route der Waldgrehweilerer „Rummelbooze-Wanderung“ für Jedermann. Start ist im 18 Uhr am Glockenturm mit dem Geläut der Nachtglocke. Die rund fünfeinhalb Kilometer lange Wanderroute durch Feld, Wald und Wiesen, auf der nur die beleuchteten Rüben und Laternen erwünscht sind, soll gerade auch Familien mit Kindern ansprechen. Allerding sollte neben allem Grusel nicht vergessen werden, dass der 31. Oktober auch Reformationstag ist. Bei geistlicher Abendmusik wird ab 19 Uhr in der protestantischen Kirche in Bischheim daran erinnert, dass es auch heute noch wichtig ist, nach dem Vorbild Martin Luthers in schwierigen Zeiten nicht den Mund zu halten und Farbe zu bekennen. Ab 20 Uhr werden an diesem Tag auch die Friedenstage im Theater Blaues Haus in Weierhof eröffnet. Es geht um die „Street Art“ genannte Kunstform, die sich aus dem Graffiti entwickelt hat. Im Mittelpunkt steht der britische Künstler Banksy, der für seinen Bezug zu aktuellen Themen bekannt ist. | Jutta Glaser-Heuser