Donnersbergkreis ASV strebt oberes Tabellendrittel an

WINNWEILER. Mit sechs Neuzugängen, darunter einem Torhüter, geht Fußballlandesligist ASV Winnweiler in die neue Saison und will die vergangene Seuchensaison vergessen machen. Nach dem nur knapp verhinderten Abstieg soll mit dem aufgepeppten Kader wieder das vordere Drittel der Tabelle, in dem der ASV über Jahre etabliert schien, angestrebt werden.
Mit der Vorbereitung für die am vergangenen Wochenende begonnenen Saison ist Jürgen Giehl, seit 2004 Trainer des ASV Winnweiler, durchaus zufrieden, schränkt aber ein: „Wir haben viele Studenten im Kader, die derzeit nur unregelmäßig trainieren können. Aber das gibt es bei anderen Mannschaften sicherlich auch.“ Insgesamt sei die Situation aber wesentlich besser als vor einem Jahr, so seine Einschätzung. Besser soll natürlich auch das Auftreten der Mannschaft auf dem Platz werden. Mit der Spielweise und dabei vor allem mit dem Defensivverhalten, war Giehl in der letzten Saison nicht einverstanden. „Das Abwehrverhalten der ganzen Mannschaft hat oft nicht gestimmt. Wir haben viel zu viele Gegentore bekommen“, lautet seine Kritik. „Trotz Führung sind wir in der letzten Saison oft leer ausgegangen“, ist ein weiteres Argument für die schwache Ausbeute von 37 Punkten. Nur einmal in der sechsjährigen Landesliga-Zugehörigkeit hatte der ASV nach Saisonschluss weniger Punkte auf dem Konto. „Wir mussten reagieren, vor allem in der Defensive.“ Laut Jürgen Giehl waren die Aufgaben der sportlichen Leitung für die Sommerpause klar umrissen. Das Torwartproblem, das der ASV nach der Winterpause hatte, scheint mit dem Neuzugang Philipp Heimler gelöst zu sein. Auch die Abwehrreihe wurde mit dem aus der Verbandsliga kommenden und beim ASV bestens bekannten Felix Horn und dem gar aus der Oberliga kommenden Jakob Siebecker hochkarätig verstärkt. Dass auch der Ex-ASV-Kapitän Waldemar Schneider wieder zurückgekehrt ist, lässt an mehr Überraschungsmomente und Durchschlagskraft in der Offensive glauben. Obwohl hier die Quote mit 60 Treffern auch in der vergangenen Saison nicht schlecht war. Viel wird davon abhängen, ob der ASV die schon in der letzten Saison häufig angemahnte Konstanz in sein Spiel bringt. Da haben Licht und Schatten oft im Minutentakt abgewechselt. Daran feilt Jürgen Giehl mit seinen Spielern, sieht aber noch einige Arbeit vor sich: „Die Vorbereitungsspiele haben gezeigt, dass wir noch ein bisschen brauchen, bis die Abläufe stimmen. Aber eine Steigerung zum Anfang der Vorbereitung ist auf jeden Fall zu erkennen.“ Mit der Zielsetzung für die neue Saison tut sich Giehl gewohnt schwer: „Grundsätzlich will ich natürlich jedes Spiel gewinnen. Ich denke schon, dass wir mit den Neuzugängen besser abschneiden als letzte Saison und wieder nach oben blicken können.“ Der Saisonstart in der Landesliga verlief für den ASV Winnweiler am Sonntag verheißungsvoll. Erstmals siegte der ASV beim SV Nanzdietschweiler – und zwar mit 3:0. Die Treffer erzielten die beiden Rückkehrer Felix Horn und Waldemar Schneider sowie Torjäger Fabian Schmitt.