Donnersbergkreis ASV glückt der erste Auswärtserfolg

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KANDEL. Der ASV Winnweiler gewann trotz eines 0:1-Rückstands zur Pause noch mit 3:1 beim VfR Kandel und zog damit nach Punkten mit den Gastgebern gleich. Es war der erste Auswärtserfolg für die Gäste aus dem Donnersbergkreis, die zuvor alle fünf Partien in der Fremde verloren hatten.

Die Mannschaft von ASV-Trainer Jürgen Giehl hat sich damit ins Mittelfeld der Tabelle hochgearbeitet. Die Rasenspieler setzten hingegen die Serie ihrer starken Leistungsschwankungen fort. Kandel trat mit dem letzten Aufgebot an, unter anderem fehlten die Asse Florian Hornig und Christian Burgstahler. Die Verantwortlichen bemühten sich samstags um eine kurzfristige Spielverlegung, doch Jürgen Giehl bestand auf der Austragung am gestrigen Sonntag. Giehl musste auf der Torhüterposition improvisieren: Stammkeeper Robin Assel fällt nach Schulter-OP länger aus. Mit Gerd Hanauer und Johannes Adam fehlten der zweite und dritte Keeper ebenfalls. Also musste der junge Nico Häberle von der zweiten Mannschaft zwischen die Pfosten. Er war nur in wenigen Situationen gefordert, doch da machte er seine Sache sehr ordentlich. Dafür sprach ihm Giehl zurecht ein Sonderlob aus. Dennoch gingen die Bienwaldstädter mit dem ersten Eckball des Spiels, ausgeführt von der linken Seite durch Benedikt Brueck, in Führung: Mit einem wuchtigen Kopfball setzte sich Yanik Wagner in der 34. Minute gegen Jakob Siebecker durch. Beide prallten dabei zusammen und verletzten sich. Während der ASV-Abwehrspieler in der Halbzeit raus musste, spielte Wagner mit dickem Verband um den Kopf weiter. Die erste Hälfte war zerfahren, beide Seiten hatten keine klare Linie im Spielaufbau und leisteten sich viele Abspielfehler. Doch Winnweiler erarbeitete sich ein Chancenplus. Die hängende Spitze Marco Petrusch verfehlte mit zwei diagonalen Flachschüssen knapp das Tor (17. und 21.), Kandels Keeper Aust parierte einen gefährlichen Freistoß von Waldemar Schneider (37.) Innerhalb von 13 Minuten drehten die ganz in Rot gekleideten Gäste die Partie. Lukasz Dreger traf mit einem Schuss aus 50 Metern zwei Minuten nach Wiederanpfiff zum Ausgleich. Er reagierte auf einen Pass von Kandels Schirmer schneller als sein Gegenspieler Felix Forstner. Dreger krönte damit seine starke Leistung, die er auf zwei verschiedenen Positionen bot. Nach dem Ausscheiden Siebeckers rückte er vom zentralen defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung. Der eingewechselte Hendrik Schwab traf aus halblinker Position mit einem seiner ersten Ballkontakte flach zum 2:1 (55.). Die eigentliche Vorarbeit kam von Stürmer Fabian Schmitt, der ihm mit seiner ganzen Erfahrung den Weg freiblockte. Mittelfeldregisseur Waldemar Schneider sorgte mit einem sehenswerten Heber aus 16 Metern nach einer Stunde für die Entscheidung. Kandels Coach Michael Scheib: „Gegen intelligent spielende Gäste war heute für unsere Rumpftruppe einfach nicht mehr drin. Der Sieg für den ASV war verdient“. Ein zufriedener und erleichterter ASV-Trainer Jürgen Giehl meinte: „Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir etwas aggressiver, zudem haben wir uns für das frühere Anlaufen des Gegners heute belohnt.“ sport So spielten sie ASV Winnweiler: Häberle - Geissler, Scharfenberger, Siebecker (46. Schwab), Orschiedt - Hertel (60. Steer), Vollmer, Schneider, Dreger - Petrusch, Schmitt

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