Fußball
Am Sonntag gegen einen vermeintlich starken Aufsteiger
Die Fußballer des TuS Steinbach stecken im Tabellenkeller der Verbandsliga Südwest fest. Die Donnersberger haben nach sieben Spielen erst zwei Punkte eingefahren. Derzeit steht das Team von Spielertrainer Daniel Ghoul nur auf dem vorletzten Tabellenrang.
Die Steinbacher empfangen am Sonntag um 15.15 Uhr auf dem eigenen Rasenplatz den Liganeuling FC Bienwald Kandel. TuS-Spielertrainer Ghoul hat großen Respekt vor den Südpfälzern. „Das ist eine Mannschaft mit einer brutalen Offensive“, sagt er über den nächsten Gegner. Tatsächlich hat Kandel schon 23 Tore erzielt. Das ist die zweitbeste Trefferausbeute in der Verbandsliga. Besser war in den ersten sieben Spieltagen nur Spitzenreiter TuS Mechtersheim, der schon 26-mal den Ball in das gegnerische Tornetz setzte. Zum Vergleich: Die Steinbacher konnten bisher nur über sieben Treffer jubeln.
„Wir müssen nun langsam anfangen zu punkten“
Kandel, Meister der Landesliga Ost in der vergangenen Spielzeit, fertigte am vergangenen Wochenende die zweite Mannschaft des FK Pirmasens zu Hause mit 5:0 ab und steht vor dem Spiel am Sonntag bei den Donnersbergern auf dem dritten Tabellenplatz. Christian Liginger ist der beste Torschütze von Kandel. Er hat bereits sechsmal getroffen und liegt damit knapp hinter dem derzeit besten Verbandsliga-Torjäger Andrew Wooten vom TuS Mechtersheim, der bislang sieben Treffer erzielt hat. „Der FC Bienwald hat einen Kader mit einer ganz großen individuelle Qualität. Es war mir vor der Saison schon klar, dass Kandel ein Aufsteiger sein wird, der nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Die haben derzeit auch einen sehr guten Lauf, gewinnen ihre Spiele doch sehr deutlich“, bemerkt Ghoul.
Die Steinbacher haben inklusive dem 2:5 im Südwestdeutschen Pokal gegen den FV Dudenhofen vier Spiele in Folge verloren. Gewonnen hat der TuS in der laufenden Runde noch gar keine Begegnung. „Es ist klar: Wir müssen nun langsam anfangen zu punkten“, sagt Ghoul. Die personelle Situation bei den Steinbachern ist weiter sehr angespannt. Zuletzt hat es auch den spielenden Co-Trainer Patrick Wolf erwischt. Der Ex-Profi verletzte sich bei der Niederlage gegen den Zweiten Alemannia Waldalgesheim (0:2) und wird laut Ghoul definitiv am Sonntag ausfallen. „Sonst wird es wohl der Kader sein, der in der vergangenen Woche zur Verfügung stand“, sagt der Steinbacher Spielertrainer.
„Endlich eben auch einmal belohnen“
Ghoul macht klar: „Wir haben bislang sehr gute Partien gemacht. Auch gegen Waldalgesheim hatten wir in der ersten Halbzeit die besseren Torchancen als der Gegner. Bis auf die Partie gegen die SG Hüffelsheim waren wir eigentlich immer drauf und dran, etwas mitzunehmen. Wir wollen an die vergangenen Leistungen anknüpfen und uns dann endlich eben auch einmal belohnen.“
Unterdessen wartete der TuS auch auf eine Entscheidung des Sportgerichts des Verbands bezüglich des Südwestpokalspiels gegen den FV Dudenhofen, das die Steinbacher verloren haben. Der TuS hatte Einspruch gegen das Ergebnis eingelegt. Den hat der SWFV am Donnerstagabend abgelehnt, es bleibt bei der Niederlage und dem Pokal-Aus.