Donnersbergkreis Als Jubilar zurück an alten Wirkungsstätten

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In Kirchheimbolanden und Umgebung ist er unvergessen, über 22 Jahre lang war Anton Ociepka hier katholischer Pfarrer, mehr als die Hälfte seiner Zeit im Priesteramt. Heute in Lauterecken tätig, begeht er nun sein 40. Priesterjubiläum. Und weil es in der katholischen Kirche sieben Sakramente gibt, möchte der 67-Jährige auch sieben Tage lang feiern – und zwar an wichtigen Stationen seines Priesterlebens. Los geht es am Montag, 30. Mai, in Dannenfels.

Das Priesterjubiläum mit den Menschen und für die Menschen in den Gemeinden zu feiern, ist für Ociepka „ein großes Erlebnis und ein großes Glück. 40 Jahre Priester zu sein und ein glücklicher Priester zu werden in der heutigen hektischen Zeit, ist schon mehr als ein Wunder“, blickt er zurück. Mit der Feier wolle er zeigen, dass man trotz des heutigen Priestermangels und der wachsenden Aufgaben für Priester glücklich sein könne. Ociepka wurde 1949 im ostpreußischen Szronowo (Schrengen, jetzt Linkowo) in der Nähe der Wolfschanze als ältester Sohn unter acht Geschwistern geboren. Er erhielt eine strenge katholische Erziehung. Nach dem Abitur studierte er zunächst Radiotechnik in Lidzbark (Heilsberg). In seiner Jugend war er Judoka, Leichtathlet und Boxer. Mit 19 war er im Dreisprung Sechstbester bei der polnischen Juniorenmeisterschaft. Die Senioren-Landesmeisterschaft in Olsztyn gewann er, obwohl er sich zuvor sein linkes Bein verstaucht hatte. „Bei diesem Sprung ist meine Berufung gereift“, berichtet Ociepka. Sein Theologiestudium absolvierte er im Priesterseminar in Lomza. Weitere Station war das Evangelisationszentrum Marianum im pfälzischen Carlsberg. Am 30. Mai 1976 erhielt Ociepka in Przasnysz die Priesterweihe. Zehn Jahre später wechselte er an den Donnersberg, wo er als Kaplan in Ottersheim tätig war. Kurz darauf wurde er zum Administrator in Kriegsfeld ernannt. Als Pfarrer war er von 1991 in Kirchheimbolanden und Bolanden tätig, 2011 übernahm er zusätzlich die Pfarrei Kriegsfeld. Von 1992 bis zu seinem Wechsel in die Pfarreiengemeinschaft Lauterecken 2013 war er Prodekan im Dekanat Donnersberg. Nach dem Weggang des Lauterecker Pfarrers Mathias Köller leitete Ociepka ab August 2015 die Pfarreiengemeinschaft Lauterecken als Administrator. Seit Januar ist er Kooperator der katholischen Kirchengemeinde Lauterecken. In Kirchheimbolanden setzte Ociepka unter anderem Akzente durch den Brückenschlag in den Osten. Nur zwei Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ knüpfte er Kontakte nach Russland, Polen, Weißrussland, Litauen und in die Ukraine. Zahlreiche Hilfsgütertransporte rollten damals mit Unterstützung der Caritas aus der Nordpfalz in den Osten. Anton Ociepka überlebte 2001 einen schweren Autounfall – vielleicht resultiert aus dieser Erfahrung seine durchweg positive Art, seine große Lebensbejahung. Die Seelsorge ist Anton Ociepka ein wichtiges Anliegen. Dabei möchte er seine polnischen Landsleute, für die er regelmäßig Gottesdienste in Muttersprache anbietet, miteinbeziehen. Den Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten bildet daher am 12. Juni eine Eucharistie-Feier in polnischer Sprache in Lauterecken – „gemeinsam mit meinen Landsleuten, die wie ich auf dem Wanderweg durch die Wüste des Lebens sind“. (suca/Foto: Sayer) Zur Sache

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