Donnersbergkreis Alles in allem „eine sehr gute Saison“

10.000 Besucher mehr als im Vorjahr wurden im Freibad Winnweiler 2018 registriert.
10.000 Besucher mehr als im Vorjahr wurden im Freibad Winnweiler 2018 registriert.

Der langanhaltende Sommer sorgte in diesem Jahr in den Donnersberger Freibädern Rockenhausen, Winnweiler und Eisenberg für einen deutlichen Besucherzuwachs. Während das Winnweiler Schwimmbad bereits heute schließt, bleibt das Naturerlebnisbad in Rockenhausen bis nächsten Freitag und das Waldschwimmbad Eisenberg je nach Wetterlage noch voraussichtlich bis nächsten Sonntag geöffnet.

Alles in allem war es für das Freibad in Rockenhausen in diesem Jahr „eine sehr gute Saison, die jedoch für die Mitarbeiter des Naturerlebnisbades sehr arbeitsaufwendig war“, berichtete Christian Freitag von den Verbandsgemeindewerken Rockenhausen. Wo sie im vergangenen Sommer noch zufriedenstellende 32.500 Besucher zählten, hat das Wetter in diesem Jahr bis zum jetzigen Zeitpunkt schon ganze 45.500 Gäste in das Freibad gelockt. Ähnliche Zahlen ließen sich in den Aufzeichnungen, verglichen anhand der Umsatzerlöse, zuletzt im Jahr 2003 finden. Geöffnet hatte das Naturerlebnisbad seit Mitte Mai. Trotz des heißen Sommers waren „die Monate Mai und Juni in diesem Jahr weniger besucht als 2017“, wie Freitag mitteilte. Am kommenden Freitag wird das Bad für diese Saison schließen. Für den Herbst seien „außer den laufenden Unterhaltungsmaßnahmen, keine größeren Sanierungen geplant“, teilte Freitag mit. Nicht nur in Rockenhausen gab es zu Beginn der Saison kleinere Startschwierigkeiten: Jutta Neißer von den Winnweiler Verbandsgemeindewerken berichtete, dass auch dort „vor allem der Mai ein schwach besuchter Monat“ war. Als Ursache vermutete sie: „Die ersten zehn Tage waren noch nicht warm, und unsere Solar-Absorber-Anlage auf dem Dach konnte das Becken nicht genügend aufheizen.“ Doch auch in Winnweiler ging es nach dem holprigen Start steil bergauf. Die Besucherzahlen sprechen für sich: Letztes Jahr zählte die Einrichtung noch um die 30.500 Gäste. In diesem Jahr waren über 10.000 Besucher mehr da. Geöffnet war das Freibad seit Christi Himmelfahrt – am heutigen Samstag kann es laut Verbandsgemeinde ein letztes Mal in diesem Sommer besucht werden. Auf die Frage, ob es sich in diesem Jahr um Rekordzahlen handelte, antwortete Neißer: „Das lässt sich nicht in einem Satz beantworten: 2009 hatten wir das letzte Mal eine vergleichbare Bilanz, in der Zeit davor, also von 2001 bis 2008, zählten Jahre mit 40.000 eher zu den Schwächeren.“ Trotzdem lief die Saison für Winnweiler „sehr gut“, sagte Neißer. In Eisenberg können die Gäste das Waldschwimmbad, wie berichtet, noch voraussichtlich bis kommenden Sonntag besuchen – sollte das Wetter mitspielen sogar noch darüber hinaus. „Das werden wir aber erst am 10. September entscheiden“, so Helmut Zurowski, Geschäftsführer der KEEP GmbH. „Die Saison war schon deshalb gut, weil das Wetter in den Sommerferien mitgespielt hat“, erläutert Zurowski. Das Ergebnis des heißen Sommers: In diesem Jahr suchten mehr als 92.000 Besucher das Freibad auf – Stand Anfang September. Zu der Anzahl der Gäste sagte Zurowski: „Es war ja auch ein ausgesprochen langer und schöner Sommer mit engagiertem Schwimmpersonal, und das bei einer top Lage des Freibads.“ Diese Saison war verglichen mit den letzten beiden Vorjahren sehr gut besucht, denn dort waren es immer um die 25.000 Besucher weniger. Die Anzahl der Gäste liege etwas über der vom Jahr 2015. Der Saisonanfang laufe erfahrungsgemäß immer etwas langsamer und dafür aber mit steigenden Besucherzahlen an. Als Grund dafür vermutet Zurowski die frischen Außentemperaturen. Am Badewasser könne es nicht liegen, das habe zum Beginn der Freibadsaison „schon zwischen 25 und 26 Grad“, berichtete er. Das Waldschwimmbad war bereits – bei schönem Wetter – seit Ende April geöffnet. „Trotzdem möchte ich nicht von einem Rekord sprechen, da in den 60er und 70er Jahren über 100.000 Besucher registriert wurden“, teilte Zurowski weiter mit. Er vermutet: „Die sinkenden Besucherzahlen sind nicht nur auf das Wetter zurückzuführen, sondern auch auf die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und die Mobilität der Menschen.“ Zu den Einnahmen von 2018 sagte Zurowski, diese seien „nur geringfügig höher, da sehr viele Besucher Dauerkarten nutzen“. Das Waldschwimmbad habe jedoch in diesem besucherstarken Sommer auch Verluste gemacht. „Die dürften so um die 550.000 Euro liegen“, schätzte er. Nach Abschluss der Saison stehen im Eisenberger Freibad Baumaßnahmen an – die Wärmehalle wird saniert. Außerdem ist im Zuge dessen geplant, die darin vorhandenen Toiletten, Duschen und Umkleidekabinen in einen barrierefreien Zustand zu versetzten.

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