Donnersbergkreis Aktualität und Notwendigkeit ungebrochen

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Ein traditionsreiches Fest, das nichts von seiner Aktualität und Notwendigkeit verloren hat sowie eine Kollekte von erfreulichen 250 Euro für den guten Zweck und die Projekte des Gustav-Adolfs-Werks: So lautet das Fazit des Gustav-Adolf-Festes im Kirchenbezirk Winnweiler, das am Sonntag unter dem Motto „Einladung“ im Bürgerhaus Münchweiler gefeiert worden ist.

Pfarrerin Andrea Kuebart erinnerte in der Schriftlesung aus Lukas 14, 16-24, dass „Gott uns alle einlädt, wir aber aufmerksam sein und ein offenes Ohr für Gottes Wort haben müssen“. Oder wie es bei Matthäus (13, 3-9) heißt: „Wer Ohren hat, der höre.“ Diese Bibelstelle griff Dekan Michael Pernt-Weigel in seiner Predigt über das Gleichnis vom Sämann auf. Er ermutigte die Christen zur Standfestigkeit. Auch wenn drei Viertel der Arbeit nicht lohnten, so wie beim Sämann der Samen nicht auf fruchtbares Land falle, so bringe doch das entscheidende Viertel den Erfolg. Unter dieser Maxime unterstützt das Gustav-Adolf-Werk seit vielen Jahren Projekte in aller Welt für die protestantischen Gemeinden in der Diaspora. Exemplarisch führte Pernt-Weigel das Mutter-Kind-Zentrum El Sembrador (spanisch für „der Sämann“) an. Eine Einrichtung, die vor über 30 Jahren in einem Vorort von Buenos Aires gegründet wurde und Kinder vor einem Leben auf der Straße bewahrt. Die Kollekte der Besucher in Münchweiler wird für die Renovierung des Hauses verwendet. Den Festvortrag hielt Pfarrer Friedhelm Hans aus Landau, Vorsitzender des Gustav-Adolf-Werks der Pfalz. Er zeigte die Zusammenhänge zwischen dem französischen Einfluss durch die Übersiedlung der Hugenotten in die Pfalz und den Gemüse- und Obstanbau in der Region auf. Auch wenn es ein bisschen gedauert hat, bis er zu seinem eigentlichen Thema kam, so hatte Hans mit seinen launigen Worten doch so manchen Lacher der Zuhörer auf seiner Seite. In Anlehnung an die geplante Landesgartenschau in Landau im nächsten Jahr steht das Gustav-Adolf-Hauptfest der Pfalz, das in wenigen Tagen von 11. bis 13. Juli ebenfalls in Landau stattfindet, unter der Überschrift „Protestantismus und ländlicher Raum“ (Gärten pflanzen, Häuser bauen, Gemeinden stärken). Wie (fast) immer begleitete auch in diesem Jahr der Posaunenchor Kirchheimbolanden unter der Leitung von Bezirkskantor Martin Reitzig den Nachmittag musikalisch. Der Besuch der Veranstaltung ist für viele Protestanten fester Bestandteil im Kirchenjahr. Aber es mischen sich auch immer wieder neue Gesichter unter die Besucher. So war beispielsweise Ottilie Sauer aus Hochstein zum ersten Mal Gast beim Gustav-Adolf-Fest, das auf den Schwedenkönig zurückgeht. Zusammen mit zwei weiteren Mitgliedern des Frauenkreises Winnweiler, Annelore Faust und Christa Pütz, hatte sie sich dazu entschieden, dieses Jahr dabei zu sein. „Es interessiert uns und wir wollen etwas Gutes tun. Es ist uns wichtig und wertvoll, Menschen und vor allem der Jugend zu helfen“, unterstrich Sauer die Bedeutung des Gustav-Adolf-Werks. Für Pfarrerin Andrea Kuebart ist es wichtig, „die Tradition fortzuführen, Feste regional im Kirchenbezirk in der Gemeinschaft mit anderen zu feiern und die evangelische Gemeinde überall in der Welt zu unterstützen.“ (wama)

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