Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse: Fußballer und Student Moritz Bechberger vor schwerer Prüfung

Moritz Bechberger (rechts) steht schon lange in Sippersfeld auf dem Platz. Er ist seit dieser Saison Kapitän der Mannschaft.
Moritz Bechberger (rechts) steht schon lange in Sippersfeld auf dem Platz. Er ist seit dieser Saison Kapitän der Mannschaft.

Moritz Bechberger kickt für die SG Sippersfeld/Lohnsfeld/Neuhemsbach. Trotz lernintensiven Studiums bleibt der 24-Jährige fokussiert, wenngleich die sportliche Talfahrt seiner Mannschaft in der A-Klasse an ihm nagt. Als Kapitän muss er vorangehen – auch im Heimspiel gegen den klaren Favoriten FCK Portugiese.

Eine Änderung hier, eine Korrektur da – der letzte Feinschliff eben. Insgesamt 73 Seiten. Etwas Nervosität macht sich breit. Passt alles? Nächste Woche ist es soweit: Abgabetermin der Bachelor-Arbeit. Moritz Bechberger studiert an der Technischen Universität Kaiserslautern Physik. Als „sehr anspruchsvoll und intensiv“ beschreibt der Sippersfelder seinen Studiengang. Am Lehrstuhl Magnetismus arbeitet er nebenbei auch als Hilfswissenschaftler. In seiner Abschlussarbeit hat Bechberger magnetische Filme zur Anregung von Spinnwellen untersucht. „Gesundheit“ würde der Laie jetzt sagen. Doch dem 24-Jährigen, der in der Barbarossastadt Teil einer Vierer-WG ist, gefällt es und er setzt jetzt noch den Master drauf.

Neukapitän mit schwerer Last

Seit diesem Sommer trägt Bechberger die Kapitänsbinde der SG Sippersfeld/Lohnsfeld/Neuhemsbach – folgte auf den zu Bezirksligist SG Rockenhausen/Dörnbach abgewanderten Robin Windecker. Als Inhaber dieses Amtes im Verein muss er Verantwortung übernehmen – auf und neben dem Platz. Früher noch sehr ruhig, hat er mittlerweile an seiner Kommunikation gearbeitet. Zweimal die Woche stets Präsenz im Training zu zeigen, auch für einen Studenten eine Herausforderung. Die sportliche Talfahrt der Kombinierten beschäftigt den Hobbyfußballer, der die komplette Jugend dort durchlaufen hat. „Wir machen es uns selbst schwer. Viele Spiele haben wir knapp verloren – auch gegen gute Mannschaften. Meist fehlt der letzte Wille, die Überzeugung. Wir hadern doch schon sehr mit uns selbst“, gibt der aktuell als Innenverteidiger eingesetzte Bechberger, der am liebsten auf Außen agiert, zu Protokoll. Leistungsträger wie Robin und Marc Windecker seien für das Team nicht zu ersetzen. Die Tatsache, dass mit dem SV Neuhemsbach ein dritter Verein zur Spielgemeinschaft dazustieß, fällt qualitativ nicht wirklich ins Gewicht. Neu-Trainer Philipp Wissmann, ebenfalls von Neuhemsbach mit rüber gekommen, arbeitet (noch) ohne Fortune.

Elf Gegentore gegen den Tabellenführer

Elf Spiele, zehn Niederlagen, ein Sieg. Zuletzt ein 1:11-Debakel beim Tabellenführer ASV Winnweiler. Die Fakten sprechen Bände. Dennoch ist Bechberger überzeugt „sechs Mannschaften hinter uns lassen zu können. Klar wird das schwer, aber wenn wir erstmal aus dem Loch raus sind, können wir auch in eine Erfolgsspur kommen“.

Die FCK-Portugiese reist am Sonntag, 15 Uhr, als klarer Favorit nach Lohnsfeld. „Da gilt es organisiert und diszipliniert defensiv zu stehen. Vielleicht können wir ein, zwei Tore reinstolpern“, hofft der Kapitän auf einen Lucky Punch. Viel wichtiger werden die restlichen Spiele bis zur Winterpause – alles Duelle gegen Mannschaften der hinteren Tabellenplätze.

Winnweiler gastiert in Kaiserslautern

Nach zuvor vier Niederlagen in Folge scheint der SV Gundersweiler mit dem 4:0-Sieg in Steinbach und dem 2:1-Pokalerfolg in Zellertal wieder in die Spur gekommen zu sein. Am Sonntagmittag (15 Uhr) peilt die Truppe von Spielertrainer Michael Hammerschmidt gegen die TSG Kaiserslautern den nächsten Erfolg an. Zeitgleich gastiert Primus Winnweiler beim SV Wiesenthalerhof. Der TuS Göllheim empfängt um 16 Uhr die SG Morlautern/Enkenbach II.

Moritz Bechberger arbeitet an seiner Bachelor-Arbeit.
Moritz Bechberger arbeitet an seiner Bachelor-Arbeit.
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